Bei der Käsalm

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Schwarzenstein

»Vom Ahrntal fast ohne Gletscherberührung«


Die meisten Berge der Zillertaler Alpen gehören ja gerade noch zum roBerge-Stammgebiet (Faustregel: Fahrtzeit mit PKW 2 Stunden oder weniger). Auch der beliebte Schwarzenstein (3369 m) ist über die Berliner Hütte erreichbar - allerdings nur als Hochtour. Von Süden jedoch ist dieser Gipfel fast ohne Gletscherberührung erreichbar. Wer also einmal den "Sasso Nero" ersteigen will, sollte sich am besten zwei Tage Zeit nehmen und nach einer Übernachtung in einer der vielen Pensionen im Ahrntal frühmorgens den Aufstieg beginnen.

Die Tour ist äußerst lohnend. Vom Gipfel aus ist die Sicht überwältigend: Im Norden reicht der Blick über die Tuxer Alpen bis zum Karwendel und die umgrenzenden Gebirge, bei sehr guter Sicht ist z.B. auch der Wendelstein auszumachen. Dreht man sich um blickt nach Süden, breiten sich die Dolomiten in ihrer vollen Pracht aus.

Noch eine Viertelstunde zum Gipfel (direkt über der Gruppe). An diesem Tag war die Begehung des Gletschers recht harmlos.

Die (alte) Schwarzensteinhütte.


Kurzinfo:

Region:Zillertaler Alpen
Tourenart:Hochtour  
Erreichte Gipfel:Schwarzenstein (3369 m)
Dauer:Aufstieg zur Hütte 4 Std., weiter zum Gipfel 1,5 Std., Abstieg ca. 4,5 Std.
insgesamt ca. 10 Std.
Dauer (Tage):2
Lawinengefahr:Besondere Vorsicht ist unterhalb des Felsköpfls geboten.
Lawinengefahr  Aktuelle Lawinenlage: hier klicken
Beste Jahreszeit:Juli bis September, nur bei einwandfreien Wetterverhältnissen

Anforderung:

Höhenunterschied:1900 m, davon zur Hütte ca. 1450 m
Streckenlänge:9 km
Schwierigkeit:mittel
Abgesehen von der Kondition für rund 1600 Höhenmeter ist die Tour bis zur Schwarzensteinütte nicht schwer. Kurz vor der Hütte kann man alternativ zum Bergsteig einen einfachen Klettersteig benutzen (A/B). Viele verwenden hierzu kein Klettersteigset.
Kurz nach der Hütte quert man ein Blockfeld, anschließend ein etwas steileres Schneefeld. Danach erreicht man den flachen Gletscher. Wenn es die Verhältnisse erlauben, benötigt man keine Gletscherausrüstung, denn der Weg ist in der halben Stunde bis unterhalb des Gipfels sehr flach. Auf alle Fälle sollte man sich beim Wirt der Hütte wegen der Spaltengefahr erkundigen. Die letzten Minuten zum Gipfel erfordern eine unschwierige Blockkletterei. Wir haben die Tour zwar als "Hochtour" bezeichnet, man kann jedoch beim Wirt der Hütte nachfragen, wie die derzeitigen Gletscherverhältnisse sind.

Einkehrmöglichkeit:

Schwarzensteinhütte:
Die Hütte wird aus geologischen Gründen verlegt, ist derzeit geschlossen und wird 2017 etwas versetzt neu eröffnet.
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz Stalliler Hof im Ahrntal, 1472m


GPS-Wegpunkt:

N46 58.624 E11 54.906  [@google-maps]

Mit dem Pkw:

Über die Inntal- und Brennerautobahn. Ab Brixen nach Bruneck und von hier nach St. Johann im Ahrntal. Von dort 5 km über die Rohrbergstraße zum Berggasthof Stallila.


Ab München: 290 Km / 3:30 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Stalliler Hof im Ahrntal, 1472m


Aufstieg:
Ab Stallila wandern wir durch das Rotbachtal weiter auf der Straße, die bald darauf in einen schmäleren Weg übergeht und über die Schöllbergalm zur Daimeralm führt. Nach dieser wird es deutlich steiler, und wir steigen über viele Kehren in Richtung Schwarzensteinhütte. Die Schilder eines "Hochalpinen Lehrpfades" erklären uns immer wieder Interessantes zu unserem jeweiligen Standort sowie die momentane Höhe und die restliche Aufstiegszeit zur Hütte. Auf ca. 2500 m zweigt nach links der rund 13 km lange Stabeler Weg zum "Törla" ab, ein beeindruckender Höhenweg, der aber nur für geübte Bergsteiger geeignet ist. Rechts von uns liegt bald das Tor, zu dem ein Weg abzweigt, den wir aber erst bei unserem Rückweg beachten. Inzwischen hat sich das Landschaftsbild gewandelt: Wir befinden uns nun in der Ofenleite, dem steinigen Kar, das weiter oben in das steile Rotbachkees übergeht. Nun erreichen wir eine Abzweigung: geradeaus geht der Normalweg weiter zur Schwarzensteinhütte, rechts zweigt der kleine "Kamin-Klettersteig" ab. Da dieser recht gut gesichert und leicht (Schwierigkeit A/B) ist, können wir auf ihm zur Tribbachschneide aufsteigen. Oben auf dem Grat angelangt, steigen wir noch einige Minuten weiter über einfache Felsblöcke und Platten hinauf zur Schwarzensteinhütte.
Über Schuttstreifen und Firnhalden geht es ab der Hütte ohne besondere Schwierigkeiten weiter nach Norden auf eine große Schneewächte zu. Links davon befindet sich das Felsköpfl (3235 m), der Übergang zum Gletscher. Haben wir dieses überwunden, so stehen wir schon auf dem flachen, oberen Bereich des Schwarzensteinkees. Links im Hintergrund erblicken wir bald unser heutiges Ziel, das nur noch rund 80 Höhenmeter entfernt ist. Über die mäßig geneigte Firnhochfläche gehen wir dem Gipfel entgegen. In den letzten drei Minuten erreichen wir über mächtige, aber harmlose Felsblöcke das Gipfelkreuz.

Abstieg:
Wie Aufstieg.

Abstiegsvariante:
Von der Hütte nicht über den Klettersteig, sondern über den Gletscherweg bis zum unteren Ende des Klettersteigs. Der Gletscherweg ist an einer Stelle kurz mit einem Drahtseil und ein paar Haken gesichert.

Abstiegsvariante:
Unterhalb des Klettersteigs können wir links zum Großen Tor abzweigen. Über dieses gelangen wir über die Kegelgasslhütte in das Trippachtal. Der weitere Weg führt dann direkt hinunter zu unserem Ausgangspunkt.


Literatur:

Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen
für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer
von Klier, Walter
Führer:Hochtouren Ostalpen
von Edwin Schmitt / Wolfgang Pusch

GPS-Daten:

Um die Kartenansicht (Karte, Satellit, Gelände, etc.) zu wechseln, bitte auf der Karte oben rechts den entsprechende Menüpunkt auswählen. Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.

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 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait