roBerge.de

Saalfeldener Höhenweg

»Anspruchsvolles Bergsteigen am südlichen Rand des Steinernen Meers«


Hochalpiner Genuss für konditionsstarke und trittfeste Bergsteiger. Bekannter Name, drei Gipfelziele, viele Varianten. Dazu zwei schöne Hütten an der Strecke und eine lohnende Mischung aus Bergsteigen, Klettersteig und spannender Grat-Kraxelei. Trotzdem finden sich recht wenig Infos zum „Saalfeldener“. Hier sind einige mehr.

Kernstück des Saalfeldener Höhenweg: über das MItterhorn zum Breithorn.

Etliche Wegstücke mit Tiefblick - langes Vergnügen auf ausgesetzten Graten.


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  Klettersteig (leicht)  
Erreichte Gipfel:Persailhorn 2.347 m
Mitterhorn 2.491 m
Breithorn 2.504 m
Dauer (Stunden):10 Stunden
Kinder:Für Kinder nicht geeignet
Kinderwagen geeignet:Nein
Hunde:Für Hunde nicht geeignet
Beste Jahreszeit:Problemlos in der schneefreien Zeit. Da südseitig, auch spät im Herbst mit Stirnlampe auf den letzten Kilometern.
Touristinfo:Saalfelden

Anforderung:

Höhenunterschied:2.090 m
Streckenlänge:19,8 km
Schwierigkeit:Weg: schwer
Lange Tour mit vielen Höhenmeter.
Anregende Kletterei - auch ohne Klettersteig-Variante
Viele ausgesetzte Wegstücke

Einkehrmöglichkeit:

Riemannhaus:ca. Juli bis Oktober, je nach Schneelage. Im Winter geschlossen.

Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken
Peter-Wiechenthaler-Hütte:Mitte Mai bis ca. Ende Oktober

Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Startpunkt:

Bachwinkl, 845m


GPS-Wegpunkt:

N47 26.867 E12 51.216  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Von Salzburg oder St. Johann in Tirol gibt es eine Eisenbahnverbindung. Von Saalfelden (Bahnhof, Postamt) fährt die Linie 61 des Stadtverkehrs Saalfelden nach Bachwinkl

Mit dem Pkw:

Von Lofer oder Zell am See kommend: BAB A 8 München -Salzburg bis zur AS Bad Reichenhall; weiter über die B 21 bzw. ab der Grenze B 178 nach Lofer und weiter über die B 311 nach Saalfelden; noch vor dem Ortseingang von Saalfelden links zum Wanderparkplatz im Ortsteil Bachwinkl Von Süden kommend am nördlichen Ortsende von Saalfelden dem Wegweiser "Bachwinkl / P. Wiechenthaler-Hütte" folgen. Durch die Siedlung bis zum Wanderparkplatz, wo der Aufstieg beginnt.


Ab Rosenheim: 115 Km / 1:40 Std
Ab München: 160 Km / 2:00 Std
Ab Bad Tölz: 150 Km / 2:05 Std
Ab Salzburg: 70 Km / 1:15 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bachwinkl, 845m


Als Startpunkt für diese Tour entscheiden wir uns für den Parkplatz „Bachwinkl“. Schnell erreichbar, kostenfrei, auf 830 m Höhe und direkt am Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte gelegen. Alternativ gäbe es auch den Parkplatz „Bürgerau“ – aber da es heute einmal wieder viel zu spät für eine lange Bergtour ist, behalten wir uns das Flachstück zwischen den beiden für die Zeit mit Stirnlampe vor. Denn die Runde sollte man schon im Uhrzeigersinn gehen – dann kann man den leichten Klettersteig zum Persailhorn einplanen und im Aufstieg genießen.

Dem gut befestigten Pfad zur Hütte sieht man auf den ersten Metern an, dass er viel begangen wird. Über ihn gewinnen wir schnell Höhe, die Steigung ist trotzdem angenehm. Nach gut 500 Höhenmeter bekommt der Bergwanderer diverse Wegangebote: Jagasteig, Schattseitweg oder direkter Weg, allesamt mit Ziel Hütte. Wir nehmen den Direkten. Er ist der kürzeste und wir hoffen auf Sonne. Und im Nachhinein werden wir sagen, dass er sehr angenehm zu gehen ist und herrliche Aus- und Tiefblicke bietet.

Viel schneller als gedacht erreichen wir die Hütte auf rund 1.750 m Höhe. Mit leichtem Gepäck losgezogen nutzen wir sie zur ersten Stärkung. Sie liegt traumhaft auf einer kleinen Kuppe. Persailhorn zum Greifen nahe, Birnhorn auf der anderen Talseite. An der Hütte hängt eine Übersichtskarte mit den vielfältigen Möglichkeiten aufs Persailhorn – unserem nächsten Etappenziel. 4 Kletterrouten, 2 Klettersteige und der Saalfeldener Höhenweg sind verzeichnet. Wir nehmen den Südwand-Klettersteig. Helme sind im Rucksack, Klettersteigset brauchen wir hier keins. Wie immer – muss jeder selbst wissen! Der Helm sei empfohlen, denn der Südsteig wird auch gerne im Abstieg gegangen!
Uns erwarten einige Leitern, nette Querungen und ein Gelände, in dem man etwas neben dem Stahlseil auch normal gehen oder steigen kann. Wer sich nicht sicher ist, Klettersteigset in den Rucksack oder als Variante den Saalfeldener gehen. Es ist und bleibt alpines Gelände!
Dieser Klettersteig ist so oder so eine Bereicherung unserer Tagestour – er sei empfohlen!

Auch etwas weiter oben, wo die Wege wieder zusammen kommen, finden sich Stahlseile. Und die sind ab und an hilfreicher als die im Klettersteig selbst.
Das Persailhorn auf 2.347 m glänzt neben einer übergroßen Holzfigur vor allem mit einer bequemen Gipfelbank und dem Blick auf unseren weiteren Weg.
Er führt unschwierig in eine Scharte hinab und dann wieder mit Unterstützung der Hände aufs Mitterhorn (2.491 m), dem zweiten Tagesgipfel. Nur ein kurzer Rundum-Blick, denn die Pause auf dem Persailhorn liegt nicht lange zurück. Etwas ausgesetzter geht’s abwärts. Die drei Docken werden auf Bändern umgangen, zum Schluss finden wir ein hilfreiches Stahlseil zum tiefsten Punkt vor dem Breithorn.
Schnell sind wir wieder oben. Der dritte, und mit 2.504 m höchste Gipfel des Tages ermöglicht uns den Blick zurück auf den Höhenweg, auf dem uns kaum ein Mensch begegnete, obwohl es bis zur Hütte lebhaft zuging!
Zum Greifen nah liegt nun das Riemannhaus. Den Weg dorthin hat man mit vielen Felsstufen hergerichtet. Wer um Himmels Willen hat Lust für diese Plackerei? Wer aus dem Tal über das Riemannhaus aufsteigt, ist sie ja gewohnt … vielleicht soll das Breithorn so komfortabler aufwarten.

Späte Einkehr im Haus. Leider kein Kuchen mehr da, aber wie eingangs erwähnt, ersparen die beiden Hütten den eigenen Proviant; vor allem an Getränken. Nach Kaffee, Schorle und Weißbier steigen wir talwärts, erreichen beim Materiallift die Forststraße und folgen ihr einige hundert Meter. Etwas unauffällig zweigt jetzt der „Ramseider Steig“ ab, dem wir bis hinter das „Fürstenbrünnl“ folgen. Dann kurz auf den ansteigenden Pfad Richtung Breithorn abbiegen und nach kurzer Zeit den sehr gut markierten Steig talwärts nehmen. Über eine Forststraße erreichen wir den Parkplatz „Bürgerau“; 200 m unter diesem weisen gelbe Schilder unschwierig in 30 Minuten zum Ausgangspunkt hinüber.
 


GPS-Daten:

Um die Kartenansicht (Karte, Satellit, Gelände, etc.) zu wechseln, bitte auf der Karte oben rechts den entsprechende Menüpunkt auswählen. Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.

Download Bedingungen

Die GPS-Dateien dürfen kostenlos heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de.Eine kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt!


Zum Downloaden die Bedingungen akzeptieren.


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Wettervorhersage für Saalfelden: