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Herzogstand und Heimgarten

»Auf der bekannten Gratwanderung«


Die einstündige Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten gilt als eine der schönsten in den Bayerischen Voralpen. Das großartige Panorama mit Kochel- und Walchensee, dem Weitblick in das Alpenvorland und auf Zillertaler Alpen, Estergebirge, Karwendel und Wetterstein spricht für sich. Viele kürzen den Aufstieg durch die Herzogstandbahn ab, ohne zu wissen, was für ein schöner Bergsteig ihnen dadurch entgeht.
Hier zeigen wir deshalb die Tour als Besteigung des Herzogstandes ab Walchensee auf. Nach dem Gratübergang führt uns dann der Rückweg in einer große Schleife über Ohlstädter Alm und Rotwandkopf zurück zum Walchensee.

Auf diesem Bild ist der Verlauf der Gratwanderung deutlich zu erkennen. Blick vom Herzogstand.

Direkt auf dem Gipfel entdecken wir das Dach der Heimgartenhütte.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Erreichte Gipfel:Herzogstand 1731 m
Heimgarten 1790 m
Dauer:Aufstieg zum Herzogstandhaus ca. 2 Std. 20 Min.
Aufstieg zum Herzogstand ca. 25 Min.
Gratübergang ca. 1 Std. 15 Min.
Abstieg zum Parkplatz ca. 2 Std. 30 Min.
insgesamt ca. 6 Std. 30 Min.
Beste Jahreszeit:Die Wanderung ist bei passender Schneelage auch im Winter möglich. Meist sind Wegspuren vorhanden.
Touristinfo:Walchensee

Anforderung:

Höhenunterschied:Incl. aller Zwischenansteige ca. 1220 m
Streckenlänge:13,4 km
Schwierigkeit:Weg: mittel
Einfacher Steig zum Herzogstand, Trittsicherheit erforderlich. Der Übergang zum Heimgarten auf dem Grat erfordert öfters Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Abstieg vom Heimgarten auf Bergsteig und Forstwegen.
Hunde:für Hunde geeignet

Einkehrmöglichkeit:

Herzogstandhaus:
täglich von 9:15 (Winter 10:15) Uhr bis Fahrtzeitende der Bergbahn, kein Ruhetag, außerhalb der Fahrtzeit der Bergbahn geschlossen
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Heimgartenhütte:
Mai bis Oktober
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Bushaltestelle an der Talstation der Herzogstand-Bahn, 804m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.765 E11 18.992  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit dem Zug oder S-Bahn von München Richtung Garmisch bis Tutzing, dort Umsteigen in die Regionalbahn nach Kochel. Von dort weiter mit RVO-Bus 9608 Richtung Wallgau / Mittenwald / Garmisch zum Haltepunkt Walchensee Herzogstandbahn.

Mit dem Pkw:

Von München auf der A95, Ausfahrt Murnau-Kochel, weiter nach Kochel und der B 11 über den Kesselberg nach Walchensee.
Von Tegernsee / Bad Tölz über die B 472 nach Bichl und die B 11 weiter nach Kochel und Walchensee.
Von Innsbruck kommend über Mittenwald/Scharnitz auf der B 11 nach Walchensee.


Ab Rosenheim: 90 Km / 1:30 Std
Ab München: 80 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 35 Km / 0:40 Std
Ab Salzburg: 160 Km / 2:00 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bushaltestelle an der Talstation der Herzogstand-Bahn, 804m


Aufstieg:

Direkt am nördlichen Ende des Parkplatzes weist ein Schild zu den Herzogstandhäusern. Der Weg führt uns zuerst nordöstlich nach oben, wechselt dann nach mehrere Serpentinen nach Westen und führt auf ca. 920 m unter der Seilbahn hindurch. Für den Rest des Weges bleiben wir auf dem Hauptweg. Die Herzogstandhäuser erreichen wir nach einem längeren, gerade ostwärts verlaufenden Teilstück über mehr als 300 Meter Länge.
Ab hier befinden wir uns inmitten der Menschenmassen, mit der Herzogstandbahn heraufgefahren sind. Hinter dem Wirtshaus baut sich mächtig der Herzogstand auf, auf seinem Gipfel sehen wir bereits von hier den Pavillon und darunter den Gipfelweg mit seinen vielen Wanderern. Unser Weg führt bis hin zum Gipfelpavillon. Der Blick auf Walchensee, Kochelsee, in das Alpenvorland und die verschiedenen Gebirgszüge ist trotz der Menschenmassen sehenswert! Wenige Meter unter dem Pavillon zweigt die Gratwanderung zur Heimgartenhütte ab. Zuerst müssen wir uns einige Höhenmeter nach unten bewegen. Aufgrund der Wegbeschaffenheit können wir diesen Abschnitt getrost als Schlüsselstelle bezeichnen. Schlimmer wird es nicht! Ab jetzt ist der Weg teilweise nach einer oder beiden Seiten steil abfallend, aber für Ängstliche gut durch Drahtseile gesichert. Nach dem Schlehdorfer Kreuz, einem kleinen Zwischengipfel, rückt der Heimgarten näher, und wir können bereits einzelne Bereiche des Weges zum Gipfel erkennen. Im letzten Viertel des Weges steigen wir durch ein muldenförmiges Bachbett steil empor. Die letzte Viertelstunde vor dem Gipfelgrat bringt uns auf einem steinigen, steilen Weg noch einmal kräftig ins Schwitzen.
Am Gipfelkreuz angekommen, sehen wir bereits wenige Meter darunter das Dach der Heimgartenhütte. 

Abstieg:

Direkt vor der Hütte folgen wir dem Wegweiser "Walchensee 2,5 Stunden". Zuerst steigen wir durch ein dichtes Latschenfeld zehn Minuten lang in Serpentinen bergab. Der Weg bleibt auch nach Verlassen des Latschenfeldes recht steinig. Eine Stunde nach der Hütte erreichen wir eine baumfreie Mulde, in dessen Mitte ein Wegweiser steht. Etwas weiter unten befindet sich am Waldrand die unbewirtschaftete Ohlstädter Alm. Bevor wir geradeaus dem Schild »Walchensee« folgen, können wir durch einen Blick nach hinten noch einmal den vollständigen Grat vom Herzogstand bis zum Heimgarten betrachten. Nun haben wir einen kleinen Zwischenaufstieg vor uns, auf dessen Scheitelpunkt wir nach einer knappen Viertelstunde gelangen. Dort stehen auch schon zwei Bänke zum Ausruhen, die uns einen wunderschönen Blick auf den Walchensee, das Rofan und das Karwendel gewähren. Der Weg ist inzwischen wesentlich flacher und ebener geworden und führt über den westlichen Ausläufer des Rotwandkopfes, über dessen schönen Ostgrat. Später wird er abschüssiger, und nachdem wir einen größeren Hang über eine Holztreppe steil nach unten überwunden haben, stoßen wir auf einen breiten Fußweg. Durch dichten Laubwald erreichen wir eine Gabelung, an der ein schmaler Bergsteig abzweigt.
Bei der ersten Straßenkreuzung wenden wir uns links und kurz darauf gelangen wir über einen schmalen Bachsteg zum Parkplatz der Herzogstandbahn.


Literatur:

Wanderführer:Hüttenwandern in den Münchner Hausbergen
von Rolle, Reinhard
Wanderführer:Alm- und Hüttenwanderungen Bayerische Alpen
50 Touren zwischen Füssen und Chiemgau
von Baumann, Franziska

GPS-Daten:

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 Autor: Reinhard Rolle