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Großer und Kleiner Rauhenkopf

»ab Bischofswiesen auf beide Gipfel«


Der Große und der Kleine Rauhe Kopf (auch Rauhenkopf) gehören geologisch zum Block des Untersberges. Sie befinden sich an dessen südlichem Ende, hoch über Bischofswiesen. Der Rauhenkopf wird im Vergleich zum Untersberg relativ wenig besucht. Schuld daran sind sicher die Tatsachen, das der Aufstieg mit rund 3 Stunden etwas lang ist, dass es eine heikle, ausgesetzte Stelle kurz vor dem Gipfel gibt, und mit Sicherheit auch die fehlende Einkehrmöglichkeit. Vom Tal her wirkt der bis oben hin bewaldete Berg eher unscheinbar. Trotzdem lohnt sich aber seine Besteigung, denn die Aussicht vom Gipfel aus ist unvergleichlich, kann man doch nahezu alle Größen der Berchtesgadener Alpen in einem einzigen Panorama bestaunen.
Für Geübte bietet sich die Überschreitung zum Untersberg an, dann sollte man jedoch eine gesamte Gehzeit von mindestens 8 Stunden einplanen. Die Überschreitung weist stellenweise den Schwierigkeitsgrad 2 auf und verläuft auf teils schwierigen Wegen.
Der Kleine Rauhenkopf wird selten bestiegen.

Der Gipfel des Großen Rauhenkopf

Auf dem Kleinen Rauhenkopf steht statt eines Gipfelkreuzes eine Bank.


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Andere Bergsportarten:Auch im Winter oft begangen und gespurt, auch von Schneeschuhwanderern
Erreichte Gipfel:Großer Rauhenkopf, 1604 m
Kleiner Rauhenkopf, 1518 m
Dauer:Aufstieg 3 Std., Abstieg 2 - 2,5 Std.
insgesamt ca. 5 - 5,5 Std.
Beste Jahreszeit:Frühling bis Spätherbst
Touristinfo:Bischofswiesen

Anforderung:

Höhenunterschied:840 m
Streckenlänge:3 km (nur Aufstieg)
Schwierigkeit:Weg: mittel
Teils steiler Berg-, Wald- und Wiesenweg, kurzzeitig ausgesetzt, gute Orientierung erforderlich
Kinder:nur für größere Kinder geeignet
Kinderwagen geeignet:Nein

Startpunkt:

Gasthof Kastensteiner Wand, 745m


GPS-Wegpunkt:

N47 39.227 E12 58.098  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Der Parkplatz ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht direkt erreichbar. Über Bad Reichenhall können wir mit der Bahn bis zum Bahnhof Bischofswiesen fahren. Vom Bahnhof aus gehen wir zu Fuß in südöstlicher Richtung (Richtung Berchtesgaden) 850 Meter bis zur Einmündung der Aschauerweiherstraße auf der linken Seite. Auf dieser 250 Meter bergauf und nach 250 Metern nochmals links in den Kastensteinweg. Diesem folgen wir ca. 600 Meter bis zu den Parkplätzen unterhalb der Gaststätte.

Mit dem Pkw:

Wir fahren auf der Autobahn A8 München-Salzburg bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall und weiter über Bad Reichenhall in Richtung Berchtesgaden.


Ab Rosenheim: 90 Km / 1:10 Std
Ab München: 145 Km / 1:35 Std
Ab Bad Tölz: 135 Km / 1:40 Std
Ab Salzburg: 40 Km / 0:35 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Gasthof Kastensteiner Wand, 745m


Aufstieg:

Direkt an der östlichen Seite des Parkplatzes beginnt der AV-Weg Nr. 467, welcher auf einem steilen Karrenweg in den Wald verläuft. Nach der ersten Kurve geht es steil weiter, und erst nach einigen Minuten können wir uns auf flacherem Gelände etwas erholen. Kurz darauf erreichen wir eine Gabelung, hier verlassen wir den bisherigen Weg nach rechts und folgen somit dem Wegweiser zum Rauhenkopf. Wir bleiben im Hochwald und steigen nun auf einem längeren, teils schmalen aber insgesamt recht leichten Wald- und Wiesenweg in mehrere Serpentinen empor. Auf einer Höhe von ca. 1100 Meter mündet der Weg in eine Forststraße, hier gehen wir rechts weiter und erreichen nach wenigen Minuten das «Blaue Kastl», bei welchem es sich um ein Marien-Marterl handelt. Hier befinden sich eine Quelle und eine Parkbank, von welcher aus wir den ersten schönen Blick auf die Watzmann-Familie mit ihren 5 Kindern haben.
 
Hier zweigt auch der Weg zum Rauhen Kopf ab. Er führt uns einige 100 Meter leicht bergauf zu einer Einsattelung, wo geradeaus ein Pfad weiter verläuft. Wir aber wenden uns nach links und folgen dem wurzeligen und steinigen Hauptweg, der nun auch steiler wird. Er führt über mehrere Geländestufen auf einem Rücken in Richtung Kleiner Rauhenkopf und umgeht den Gipfel westlich, bis bei einem Schild der bisherige Weg nach rechts verlassen wird. Vorsicht: Auf älteren Karten wird hier nur der geradeaus führende Weg angezeigt. Dieser führt aber nicht zum Gipfel! Auf dem Steig klettern wir steil bergauf bis zu der Einsattelung zwischen Kleinem und Großen Rauhkopf. Der Weg ist so steil, dass wir hin und wieder mit den Händen zulangen müssen, und nach nasser Witterung haben wir auch mit der feuchten Erde zu kämpfen. Bei der Einsattelung halten wir uns der Beschilderung entsprechend nach links in Richtung Gipfelaufbau, den wir bald darauf vor uns liegen haben.
 
Der schlecht markierte Weg führt über diese Steilstufe bis zum Vorgipfel, vorher passieren wir an zwei ausgesetzten Stellen eine Holzleiter und die gesicherte Schlüsselstelle. Nach dem Vorgipfel müssen wir kurz ein paar Meter bergab gehen. Aber der Hauptgipfel mit seinem Kreuz liegt schon zum Greifen nahe und ist nach wenigen Minuten erreicht. Ein paar Baumstämme dienen hier als willkommene Sitzgelegenheit.
 
Unser Gipfelblick fällt schon seit den letzten Metern auf die vor uns liegende Kette der Berchtesgadener Alpen mit der Watzmann-Familie, links glitzert der Dachstein zu uns herüber und rechter Hand scheinen die Zillertaler Alpen ein wenig hindurch. Hinter uns dominiert der Hochthron mit dem Stöhrhaus.
 
 
Abstieg: 
 
Wie Aufstieg.
 
 
Abstiegsvariante über den Kleinem Rauhenkopf
 
Achtung: Schwer! Sehr ausgesetzt und nicht gesichert, stellenweise Schwierigkeit 1! 
Zuerst steigen wir auf dem Aufstiegsweg bergab bis zu der Einsattelung zwischen Großem und Kleinen Rauhenkopf (Schild). Hier erblicken wir rechts des vor uns liegenden Felsbaufbaus Trittspuren, denen wir durch teils dichtes Latschengebüsch folgen. Nach ca. 40 Metern fällt links vor uns eine Schlucht ab, hier arbeiten wir uns rechts ohne großen Höhenunterschied weiter bis wir uns unterhalb des Gipfels befinden. Von hier steigen wir in wenigen Metern zum kreuzlosen Gipfel mit Bankerl empor. Das Gipfelbuch befindet sich in einer Plastik-Küchenbox unter der Bank!
 
Zum Absteigen folgen wir den Wegspuren direkt vor der Bank, wir halten uns nach einigen metern links und steigen sehr steil in mehreren Serpentinen durch den Wald ab, bis wir nach ca. 15 Minuten wieder auf unseren ursprünglichen Aufstiegsweg treffen. In diesen biegen wir links ein und gelangen auf ihm zurück bis zu unserem Ausgangspunkt.


Literatur:

Bergführer:Vergessene Pfade um den Königssee
32 außergewöhnliche Touren abseits des Trubels
von Burghardt, Joachim
Führer:Winterwandern Berchtesgaden – Chiemgau – Salzburg
50 Wander- und Schneeschuhtouren
von Strauß, Andrea und Andreas
Führer:Berchtesgadener Land
von Bauregger, Heinrich

Karte:


Profil:


GPS-Daten:

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