Ausgangspunkt der großen Runde ist die Obere Bergalm (1029 m); am Waldrand entdeckt man den ersten Hinweis «Guffert». Der Weg verläuft zunächst flach, beginnt oberhalb der Unteren Bergalm (Zugang über Waldstraße möglich) kräftig anzusteigen. Man gewinnt rasch an Höhe, aber (noch) kaum an Aussicht. Über dem Eingang ins Tal des Weißbachs wird dann der Blick zu den Blaubergen frei; im Westen steht massig der Juifen. Bei der (verfallenen) Stubachalm (1731 m) beginnt die lange Querung der Guffert-Nordflanke, ein recht mühsames Auf und Ab, wobei einige raue Gräben zu queren sind. Vorsicht im Frühsommer, wenn noch Altschneereste liegen! Schließlich peilt das Weglein absteigend den Gratrücken an, der Guffertstock und Schneidjoch verbindet. Der Höhenverlust lässt sich allerdings vermeiden, wenn man gleich hinter dem letzten Graben der (unmarkierten) Spur folgt, die zwischen den Latschen kurz ansteigt, dann zum «Originalweg» hinüberquert.
Links unterhalb stehen die Hütten der Issalm: im Karwinkel am Fuß der Guffert-Nrodwand lassen sich oft Gämsen beobachten. Doch der Blick geht jetzt nach oben, in die Felsen, sucht den Durchstieg. Bald ist die «Schwachstelle» in der abweisend wirkenden Front ausgemacht: ein kurzer, gestufter Aufschwung, der auf eine nach links ansteigende Rampe führt. Drahtseile und ein paar Eisenhaken entschärfen die «Schlüsselstelle»; der weitere Anstieg über den mächtigen Felsrücken bietet dann keine vergleichbaren Schwierigkeiten mehr. Gut auf die verblassten Markierungen achten! Oben am Kamm (ca. 2060 m) trifft man auf den von Steinberg heraufkommenden Südweg. Nun rechts um den ersten Buckel herum, dann direkt am felsigen Grat mit Hilfe einiger eiserner «Antiquitäten» (Drahtseile, Haken) zum großen Gipfelkreuz des Guffert.
Den Abstieg nimmt man Richtung Steinberg. Das Weglein verläuft über den Ostrücken (Markierungen nicht verlieren!) hinab in die Mulde unter dem Guffertstein (1963 m), taucht dann ein ins Latschendickicht (Quelle). Nach einer kurzen Traverse am Fuß plattiger Felsen führt die Spur in Serpentinen steil talwärts bis zum Ansatzpunkt der markanten Rinne (1423 m), die unmittelbar unter dem Gipfelgrat des Gufert beginnt (Unerschrockene fahren hier im Frühling rund 600 Meter ab!). Nun links in den Wald und auf gutem Weg, ein paar Rinnen querend, abwärts. Schließlich stößt man auf eine Waldstraße; sie leitet zurück zum Ausgangspunkt bei der Oberen Bergalm. |