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Benediktenwand
Südaufstieg von der Jachenau


Hoch ragt die Benediktenwand über Benediktbeuern empor. Dieser markante Berg wird gerne mit Lifthilfe vom Brauneck aus bestiegen, bekannt sind auch die beiden Wege über die Tutzinger Hütte, die aufgrund der schattigen Lage gerne im Sommer genutzt werden. Der schwerste Weg führt zweifelsfrei vom Längental aus über Längentalalm und Probstalm über den Ostgrat.
Die hier vorgestellte Tour ist besonders im Frühjahr und Herbst lohnend, da man in dieser Zeit meist nur auf wenige Schneereste trifft. Für viele ist der nachfolgende beschriebene Südaufstieg vom Jachental auch der schönste auf diesen aussichtsreichen Gipfel.

Blick in die Jachenau

Kurzinfo:
  
Region:Isarwinkel
Tourenart:  Bergtour (schwer)
Erreichte Gipfel:Benediktenwand (1800 m)
Dauer (Stunden):Aufstieg vom Parkplatz bis zum Langenecksattel 1 1/2 Std, Langenecksattel-Bichleralm 1 1/4 Std, Bichleralm-Gipfel 1 Std, Abstieg auf dem selben weg ca. 2,5 Std.
Kinder:Nur für große Kinder geeignet, da Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig sind.
Lawinengefahr:Diese Tour ist im Winter nur bei geringer Schneelage möglich.
Beste Jahreszeit:im Frühjahr und Herbst, im Sommer sehr der Sonne ausgesetzt.
Touristinfo:Jachenau

Anforderung:
  
Höhenunterschied:ca. 1100 m, Start bei 722 m,
Streckenlänge:10 km
Schwierigkeit:Trittsicherheit und Schwindelfreiheit beim Ausgesetzten Steig (Altweiber Steig) notwendig, keine Seilsicherung
Weg:
Kondition:
Technik:

Einkehrmöglichkeit:
  
keine

Startpunkt:  
  
Parkplatz 200 m vor dem Weiler Petern in der Jachenau, 722m

GPS-Wegpunkt:N47 37.054 E11 29.920  [@google-maps]
Umweltfreundliche Anfahrt
mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der BOB nach Lenggries und weiter mit dem Bus 9595 nach Jachenau,aussteigen bei der Bushaltestelle Petern.
Mit dem Pkw:Auf der A8 München-Salzburg über die Ausfahrt Holzkirchen oder Irschenberg nach Bad Tölz und weiter nach Lenggries. Kurz nach Lenggries zur Jachenau abbiegen. In der Jachenau keine Tankstelle! In der Jachenau 200 m vor dem Weiler Petern am Waldrand rechts auf einem Feldweg zum Parkplatz.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:siehe hier

Tourenbeschreibung:
Aufstieg:
Zunächst begeben wir uns auf den Weg Nr. 480, der uns übrigens im weiteren Verlauf unter dieser Bezeichnung unverändert bis zum Gipfel führt.

Bei einer Gabelung halten wir uns rechts und gelangen über eine angenehme Forststraße durch einen Wald bis zum Langenecksattel – bis hierher ist der Weg auch mountainbiketauglich. Dort sehen wir auch zum ersten Mal die Südseite der Benediktenwand. Nun geht es unter dem Latschenkopf vorbei zur schönen Orterer-Alm, zuerst noch flach, dann aber ab einer Höhe von 1000 m steiler werden bis zur Bichler Alm. Nach dieser begeben wir uns links in Richtung Altweiber-Steig. Die schmale Wegspur führt uns über Wiesen zur Höllgrube und in kleine Serpentinen etwas mühsam über Geröll zum ausgesetzten Altweiber-Steig (warum dieser so heißt, das weiß keiner, aber eines ist gewiss: ein altes Weibl geht den Steig nicht mehr). Bald ist das Gipfelkreuz in Sicht. Nun steigen wir durch schmale Latschengassen immer flacher werdend hinauf zum Gipfel.

Von diesem aus überwältigt der Blick auf das Karwendelgebirge, den Guffert, die Zugspitze, das Voralpenland mit ihren Seen und die unter uns liegende Tutzinger Hütte.

Abstieg:
Wie Aufstieg.

Variante:
Man kann die Südbesteigung der Benediktenwand auch gut als Rundtour gehen. Aufstieg wie oben beschrieben, der Abstieg verläuft dann über die Holzer-, Peterer- und Lainl-Alm in Richtung Jachenau. Beim Schwarzen Felsen befinden wir uns kurz auf einer Forststraße. Diese verlassen wir aber bald wieder ostwärts auf einem stillen Höhenweg durch das Reichenautal und wandern so ohne wesentliche Steigungen zurück nach Petern.

Falls wir uns diesen sieben Kilometer langen Höhenweg ersparen wollen, gehen wir ganz hinunter nach Jachenau und fahren von dort aus mit dem Bus auf der Hauptstraße nach Petern. Ganz Pfiffige stellen vor Beginn der Tour in Jachenau ihr Rad ab und radeln gemütlich zurück nach Petern.

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Flora und Fauna:
Im Herbst und Frühjahr sonnen sich die Steinböcke beim Altweiber-Steig

Literatur:
  
Karte:Alpenvereinskarte BY11 / Isarwinkel-Benediktenwand
Wanderführer:Münchner Berge mit Bahn und Bus von Abler, Gerhild / Sommer, Antje
Führer:Münchner Wanderberge von Garnweidner, Siegfried
Wanderführer mit Luftfotos:Bayerns Berge von Hohenster,Georg - Winter, Stefan - Bodenbender, Dr. Jörg
Software:TOP50 / AMAP3D - Routenanzeige, Höhenprofil, Kartendruck, GPS, 3D-Flug usw.

Karte:
Ausschnitt aus "TOP50 (Bayern-Süd) / AMAP3D".
Mit freundlicher Genehmigung vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation München; Genehmigung Nr. 4197/04.



Fotos:

Diashow:


Wettervorhersage für Lenggries:




Tourenvorbereitung:

Jeder muss selbst für die Wahl seiner Route und bei der Beurteilung alpiner Gefahren die Verantwortung tragen. Niemand sollte nur anhand unserer Berichte eine Bergtour planen, sondern noch weitere Informationen (z.B. aus AV-Karten) einholen. Anfänger sollten auf alle Fälle orts- und sachkundige Personen mitnehmen oder einen Bergführer einschalten. Die Einschätzung der Schwierigkeit einer Bergtour ist sehr subjektiv und hängt von vielen Faktoren, u.a. der persönlichen (täglichen) Verfassung, dem Wetter, Schneeverhältnissen usw. ab. Deshalb dienen unsere Tourenberichte nur als Anregung und zusätzliche Informationsquelle.

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