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Hennenkopf und Probstenwand
Rundtour über Längenberg und durchs Längental


Manche Gipfel erleiden ein trauriges Schicksal. Sie liegen im Schatten der Münchner Klassiker und werden deshalb nicht beachtet oder einfach nur mitgenommen.

Der Hennenkopf im Schatten der Benediktenwand gehört hier vermeintlich auch dazu. Mit seinen 1.613 m hält er aber eine für die Voralpen eher untypische Überraschung bereit: Eine kleine, aber feine Kletterstelle im 2er Grad. Vielleicht mag das der Grund sein, warum dieser Gipfel relativ selten besucht wird.

Der Hennenkopf (1.613 m) von Süden aus gesehen

Kurzinfo:
  
Region:Isarwinkel
Tourenart:  Bergtour (mittel)
Erreichte Gipfel:Hennenkopf (1.614 m)
Probstenwand, auch Propstenwand (1.589 m)
Dauer (Stunden):Parkplatz bis Längenbergalm 1,5 Std.
Längerbergalm bis Hennenkopf 1,5 Std.
Hennenkopf - Kirchsteinhütte 2,0 Std.
Kirchsteinhütte - Parkplatz 0,45 Std.
Gesamt: etwa 6 Stunden
Kinder:für trittsichere Kinder ab 12 Jahren geeignet. Der Anstieg zum Hennenkopf (II-er Stelle) und der Gipfelbereich sind ausgesetzt und absturzgefährdet.
Beste Jahreszeit:Mai bis Oktober
Touristinfo:Lenggries

Anforderung:
  
Höhenunterschied:rund 900 hm
Streckenlänge:16 km
Schwierigkeit:Aufstieg anfangs über Forststraßen, später über unmarkierte Pfade, teilweise weglos. Orientierungssinn und Trittsicherheit erforderlich
Im Gipfelbereich leichte Kletterei, IIer Stelle

Weg:
Kondition:
Technik:

Einkehrmöglichkeit:
  
Kirchsteinhütteganzjährig bewirtschaftet, Dienstag und Mittwoch Ruhetag

Anfahrt:
  
Mit dem Pkw:Autobahn A8, Ausfahrt Holzkirchen, bis nach Bad Tölz, weiter am westlichen Isarufer nach Arzbach. In Arzbach folgen wir bei der Kirche rechts den Ausschilderungen zur Kirchsteinhütte. Den ersten Parkplatz können wir getrost links liegen lassen. Nach weiteren 1,5 km folgt ein weiterer großer Parkplatz.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:mit der BOB bis nach Obergries (bei Lenggries), alternativ mit BOB nach Bad Tölz oder Lenggries und mit dem Bus nach Arzbach
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:hier klicken

Tourenbeschreibung:
Parkplatz - Längenbergalm

Vom Parkplatz der Kirchsteinhütte folgen wir der Forststraße entlang des Arzbaches. Bei der ersten Kreuzung gehen wir dem Weg geradeaus weiter Richtung „Neulandhütte“. Links würde der Weg übers Längental zur Kirchsteinhütte führen.

Nach 10 Minuten erreichen wir die nächste Kreuzung an der wir links abbiegen. Der Weg führt über ein flaches Almgelände vorbei an der Dudl-Alm und wir können zum ersten Mal aus der Ferne den Hennenkopf erkennen. Am Ende des Almgeländes führt uns der Weg links ziemlich steil den Wald hinauf. Bei der nächsten Kreuzung können wir uns links oder rechts entscheiden; beide Wege führen nach 150 m wieder zusammen Eine weitere Abzweigung lassen wir links liegen und erreichen nach wenigen Minuten ein sonniges Almgelände. Bei der Weggabelung sehen wir rechts schon die Neulandhütte. Hier handelt es sich um eine DAV-Selbstversorgerhütte der Sektion Neuland. Wir folgen jedoch dem Weg links und treffen auf die (unbewirtschaftete) Längenbergalm. Nachdem wir nun die Hälfte des Aufstiegswegs hinter uns gebracht haben, dürfte sich hier eine Verschnaufpause anbieten.

Längenbergalm – Hennenkopf

Wir wandern weglos Richtung Süden über eine sumpfige Wiese. Am südlichsten Waldrand kommen wir an eine Kreuzung. Wir folgen dem mittleren Forstweg (Wegweiser Tiefental/Tutzinger Hütte) Nach 200 Meter zweigt links kaum erkennbar ein kleiner Steig steil hinauf. Gerade im Frühjahr oder im Herbst dürfte der Weg schlecht erkennbar sein. Vorbei an einem Jägerstand können wir bald die steilen Nordwände der Probstenwand und des Hennenkopfs erblicken. Der Weg wird zum Teil wieder flacher und führt uns entlang eines Bergrückens zum Fuß des Hennenkopfes. Hier steigen wir nun ein kleines Kar steil hinauf bis zum Grat, der Hennenkopf und Probstenwand verbindet.

Oben angekommen stoßen wir auf einen Trampelpfad, der uns links in wenigen Minuten zur Probstenwand (1.589 m) bringt. Rechts geht es weiter Richtung Hennenkopf. Kurz vorm Gipfel müssen wir eine etwa 4 Meter hohe Felswand (II UIAA-Skala) überwinden.

Am Gipfel angekommen blicken wir zurück auf unseren Aufstiegsweg über den Längenberg.
Parallel hierzu verläuft das idyllische Längental

Nach Süden hin öffnet sich ein ungeahntes Panorama von der Benediktenwand über die Achselköpfe bis zu den Kirchsteinen und dem markanten Brauneck.

Hennenkopf – Parkplatz

Wir könnten auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zum Parkplatz steigen. Jedoch bietet sich uns eine schöne Rundtour an. Wir steigen vom Gipfel hinab und folgen dem Trampelpfad entlang eines Stacheldrahtzauns südlich in Richtung Benediktenwand. Durch Latschen führt uns der Weg hinab zur schon sichtbaren Probstenalm (Selbstversorgerhütte der Sektion München-Oberland). Von hier aus führt ein markierter Steig, zum Teil recht abenteuerlich über den Arzbach hinunter ins Längental, vorbei an der Enzianhütte und den Längentalalmen. Als einzige Einkehrmöglichkeit bietet sich die Kirchsteinhütte an.

Bike & Hike - Tour:
Die Tour zum Hennenkopf bzw. zur Probstenwand kann gut mit dem Mountainbike kombiniert werden. Wir fahren vom Parkplatz auf der gut ausgebauten Forststraße bis zu Hinteren Längentalalm und deponieren dort unser Fahrrad. Aufstieg über Längenbergalm zum Gipfel. Abstieg wie oben beschrieben über Probstenalm zurück zum Raddepot.

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Literatur:
  
Wanderführer:Leichte Wanderungen von Egelhaaf, Carmen
Software:TOP50 / AMAP3D - Routenanzeige, Höhenprofil, Kartendruck, GPS, 3D-Flug usw.

Karte:
Ausschnitt aus "TOP50 (Bayern-Süd) / AMAP3D".
Mit freundlicher Genehmigung vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation München; Genehmigung Nr. 4197/04.



Fotos:

Diashow:


Wettervorhersage für Lenggries:




Tourenvorbereitung:

Jeder muss selbst für die Wahl seiner Route und bei der Beurteilung alpiner Gefahren die Verantwortung tragen. Niemand sollte nur anhand unserer Berichte eine Bergtour planen, sondern noch weitere Informationen (z.B. aus AV-Karten) einholen. Anfänger sollten auf alle Fälle orts- und sachkundige Personen mitnehmen oder einen Bergführer einschalten. Die Einschätzung der Schwierigkeit einer Bergtour ist sehr subjektiv und hängt von vielen Faktoren, u.a. der persönlichen (täglichen) Verfassung, dem Wetter, Schneeverhältnissen usw. ab. Deshalb dienen unsere Tourenberichte nur als Anregung und zusätzliche Informationsquelle.

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