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Stripsenkopf und Feldberg
Aussichtsreiche Höhenwanderung mit gigantischer Aussicht auf die Nordwände des Wilden Kaisers


Das Stripsenjochhaus gehört wohl zu den traditionsreichsten Alpenvereinshäusern und lässt bei Bergsteigern und ambitionierten Kletterern das Herz höher schlagen. Unser Weg führt uns bei dieser Tour jedoch vom Stripsenjoch nicht südlich ins Herzstück des Wilden Kaisers, sondern Richtung Norden zu einer ruhigen, sonnigen Gratwanderung mit einer eindrucksvollen Aussicht auf das Kaisergebirge.

Die steilen Nordflanken des Wilden Kaisers vom Feldberg aus gesehen.
Das Gipfelkreuz des Feldbergs

Kurzinfo:
  
Region:Kaisergebirge
Tourenart:  Bergtour (mittel)
Erreichte Gipfel:Stripsenkopf (1.807 m)
Feldberg (1.813 m)
Dauer (Stunden):Griesner Alm - Stripsenjochhaus 1,5 Std.
Stripsenjochhaus - Stripsenkopf 45 min
Stripsenkopf - Feldberg 1,5 Std.
Feldberg - Griesneralm 2,5 Std.
Gesamtgehzeit ca. 6 Stunden
Beste Jahreszeit:Juni bis Oktober
Touristinfo:Griesenau
Kössen

Anforderung:
  
Höhenunterschied:825 hm / mit Gegenanstiege etwa 1.100 hm
Streckenlänge:ca. 12 km
Schwierigkeit:Für den trittsicheren Geher ohne Probleme. Für Kinder ab 12 Jahren geeignet.
Weg:
Kondition:
Technik:

Einkehrmöglichkeit:
  
Ranggenalmnur im Sommer geöffnet
Fischbachalm15.12 - 2.11. durchgehend geöffnet
Stripsenjoch
Griesner AlmSommer: 15.4 bis Ende Oktober, Winter: 20.12. bis Ende März

Startpunkt:  
  
Kaiserbachtal (Griesner Alm)

Umweltfreundliche Anfahrt
mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Öffentliche Verkehrsmittel fahren nur bis Griesenau (Bus). Von dort ca. 1 - 1,5 Stunden Gehzeit durchs Kaiserbachtal bis zur Fischbachalm, weitere 0,5 Stunden bis zur Griesner Alm.
Mit dem Pkw:Von Rosenheim und Kufstein: Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf, Richtung Kössen und Griesenau.
Von Salzburg bis zur Ausfahrt Grabenstätt über Grassau und Schleching nach Kössen.
In beiden Fällen weiter über die mautpflichtige Zufahrt ins Kaiserbachtal. Großer Wanderparkplatz bei der Griesener Alm.
 
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:siehe hier

Tourenbeschreibung:
Griesner Alm - Stripsenjochhaus
Vom Parkplatz Griesner Alm steigen wir den Wegweisern folgend in westlicher Richtung zum Stripsenjochhaus hinauf. Von weitem ist das Stripsenjoch schon zu erkennen. Im Sommer mag der Weg besonders angenehm kühl sein, da man sich im Schatten der Nordwände des Wilden Kaisers befindet. Die Abzweigungen zum Großen Griesner Kar und zum Eggersteig lassen wir jeweils links liegen bevor wir die letzten steilen Kehren aufsteigend nach spätestens 1,5 Std. das Stripsenjochhaus erreichen.

Stripsenjochhaus - Stripsenkopf
Nördlich vom Stripsenjochhaus führt ein Weg vorbei an der Bergwachthütte einen sonnigen Hang hinauf. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir eine Gabelung. Links geht es über einen z.T. mit Stahlseilen gesicherten Weg zum Stripsenkopf (wer sich den Anstieg über den Stripsenkopf ersparen will, kann hier auch gleich rechts Richtung Feldberg gehen). Nach etwa 20 Minuten erreichen wir den Gipfel des Stripsenkopfs (1.807 m) mit seinem Gipfelpavillion. Hier können wir anhand von Panoramazeichnungen die einzelnen Gipfel des Kaisers studieren: Fleischbank, Totenkirchl, Predigtstuhl. Gipfelziele die Berggeschichte geschrieben haben, scheinen zum Greifen nah.

Stripsenkopf - Feldberg
Weiter geht es Richtung Feldberg. Was wir uns bisher mühevoll erkämpft haben steigen wir nun 180 hm wieder hinab. Rot-weiße Markierungen leiten uns über die Tristecken. Unser Blick ist hin und hergerissen zwischen den gewaltigen Nordflanken des Wilden Kaisers und den sanften Südhängen des Zahmen Kaisers. Die letzten Meter geht es wieder durch Latschengestrüpp berauf, bis wir nach etwa einer Stunde auf das Gipfelkreuz des Feldbergs (1.813 m) treffen.

Feldberg - Griesner Alm Parkplatz
Der Weg führt sanft absteigend durch Latschen den Grat hinab bis wir nach 1 Std. rechts in südlicher Richtung zur Vorderen Ranggenalm hinabsteigen. Hier haben wir nun die Möglichkeit rechts über die Hintere Ranggenalm (einschließlich Gegenanstieg) direkt zum Parkplatz zu gelangen. Oder wir wenden uns links und steigen bis zur Mautstraße hinab. Diese erreichen wir auf Höhe der Latschenölbrennerei, so dass wir die letzen Meter auf der asphaltierten Straße zum Parkplatz Griesner Alm wieder aufsteigen müssen.

Latschenölbrennerei:
Auf der Mautstraße zur Griesner Alm kommen wir an einer der ältesten Latschenölbrennerei Tirols vorbei, der Latschenbrennerei Hofmann. Die aus Latschenkiefern gewonnenen Erzeugnisse gehören mit zu den bekanntesten Naturheilmitteln. Sie dienen zur äußerlichen sowie innerlichen Anwendung bei Katarren der oberen und unteren Atemwege. In medizinischen Bädern wird es zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im nicht akuten Stadium eingesetzt.
Weitere Infos unter: http://www.latschenkiefer.at

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Literatur:
  
Karte mit Führer:Mayr Wanderkarte Nr. 60 «Kaiserwinkl - Kössen, Walchsee, Schwendt»
Führer:Tiroler Wanderberge - 50 Touren zwischen Silvretta und Kaiser von Garnweidner, Siegfried
Wanderführer:Bergwandern mit Kindern im Tiroler Unterland  von Weiss, Rudolf und Siegrun
Karte:Alpenvereinskarte Blatt 8 Kaisergebirge
Software:TOP50 / AMAP3D - Routenanzeige, Höhenprofil, Kartendruck, GPS, 3D-Flug usw.

Karte:
Ausschnitt aus "Mayr Wanderkarte Nr. 60 «Kaiserwinkl - Kössen, Walchsee, Schwendt»".
Mit freundlicher Genehmigung vom Kartenverlag - Walter Mayr GmbH; Lizenznr. 15-0805-ILAB.



Fotos:

Diashow:


Panorama:


Wettervorhersage für Kössen:




Tourenvorbereitung:

Jeder muss selbst für die Wahl seiner Route und bei der Beurteilung alpiner Gefahren die Verantwortung tragen. Niemand sollte nur anhand unserer Berichte eine Bergtour planen, sondern noch weitere Informationen (z.B. aus AV-Karten) einholen. Anfänger sollten auf alle Fälle orts- und sachkundige Personen mitnehmen oder einen Bergführer einschalten. Die Einschätzung der Schwierigkeit einer Bergtour ist sehr subjektiv und hängt von vielen Faktoren, u.a. der persönlichen (täglichen) Verfassung, dem Wetter, Schneeverhältnissen usw. ab. Deshalb dienen unsere Tourenberichte nur als Anregung und zusätzliche Informationsquelle.

Allgemeine Checkliste für Bergwanderungen


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