Bei der Frasdorfer Hütte

roBerge.de

Kranzhorn ab Windshausen

»Aussichtsberg über dem Inntal«


Dieser Weg ist besonders an heißen Hochsommertagen geradezu erholsam, da er, mit Ausnahme des letzten Stücks, immer über die schattige, dicht bewaldete Nordseite des Berges verläuft.

Das Kranzhorn vom Inntal aus - rechts im Hintergrund der Zahme Kaiser.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Erreichte Gipfel:Kranzhorn 1365 m
Dauer:ca. 2 Stunden
Touristinfo:Nußdorf
Weblinks:Die Sage von der Erlösung einer armen Seele

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 800 m
Schwierigkeit:mittel
leicht, direkt am Gipfel Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich

Startpunkt:

Wanderparkplatz Windshausen bei Erl, 485m


GPS-Wegpunkt:

N47 42.327 E12 10.121  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bahnverbindung bis nach Rosenheim. Ab dem Bahnhof Rosenheim mit dem RVO-Bus Linie 9490 über Raubling und Nußdorf nach Windshausen.

Mit dem Pkw:

Von Nußdorf kommend Richtung Erl. Am ehemaligen Zollamt Windshausen links einbiegen (Wegweiser Kranzhorn) und nach den Wohnhäusern in zwei Kurven rechts hoch zum großen Holzplatz. Alternativ von der Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg nach Nußdorf und von dort weiter Richtung Erl.


Ab Rosenheim: 20 Km / 0:30 Std
Ab München: 85 Km / 0:55 Std
Ab Bad Tölz: 65 Km / 0:55 Std
Ab Salzburg: 90 Km / 1:00 Std


Information:

Die Windshausener Filialkirche Heiligkreuz:
Das Kirchlein ist dem heiligen Kreuz Jesu geweiht.
Im Jahre 1674 verstarb der Neubeurer Schiffmeister Wolfgang Hupfauf. Seine Witwe Anna Maria ließ zu seinem Gedenken ursprünglich die „Creuzsäule“ und drei Jahre später die Kreuzkirche errichten. Über den Erbauer ist man sich nicht sicher, man vermutet jedoch Hans Mayr den Älteren (1643-1718). Später kam zu der Kirche eine Klause dazu, in der bis in den Anfang des 19. Jahrhunderts ein Eremit hauste.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

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Tourenbeschreibung:

Wanderparkplatz Windshausen bei Erl, 485m


Immer mit mäßiger Steigung durchwandert man gemütlich den herrlich kühlen Hochwald. Vor und bei der ersten Kehre zweigen nach links zwei Holzwege ab, denen man nicht folgt. Nach drei weiteren großen Kehren kommt man zu einem Absatz unter einer kleinen Schonung, wo vom breiten Weg rechts steil hinauf ein Steig abzweigt, der dann seinerseits wieder auf einen breiten Ziehweg stößt, der zur Schutzhütte Kranzhorn unter dem Gipfelhang leitet. Man kann aber auch von der Schonung geradeaus weitergehen zur Wiese, auf der die Schindlaualm steht, und den bequemeren Weg, der rechts hinauf in den Wald und zur Kranzhornalm führt, benützen. Von der Schutzhütte Kranzhorn bringt ein teilweise steiler, ausgetretener Steig über den Osthang zum Gipfel (1365 m). Der Tiefblick vom felsigen, luftigen Gipfelaufbau ins Inntal kommt dem aus einem Flugzeug gleich. Das Kranzhorn wird von vielen Bergwanderern als der schönste Aussichtsberg im Inntalgebiet bezeichnet.

Mit freundlicher Empfehlung entnommen aus dem Buch "Wege und Gipfel zwischen Wendelstein und Kampenwand" von Peter Keill


Literatur:

Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Die Erlösung einer armen Seele

Oft fand eine Almerin auf dem Kranzhorn ihren Weg zur Bergkapelle. Eines Tages bemerkte sie, dass auf der Kapellenschwelle eine Kröte saß. Sie stieß diese voller Abscheu zur Seite. Immer wenn die Sennerin zur Andacht sich in der Kapelle einstellte, saß diese Kröte am Eingang und blähte sich gewaltig auf. Auf einmal bekam sie Federn wie eine Henne, hüpfte in die Kapelle, vor deren Altar sie sich auf die Hinterbeine stellte und die vorderen Füße, wie betend, übereinander legte. Die Sennerin erschrak über das seltsame Verhalten dieses Tieres und konnte sich daraus keinen Reim machen. Als sie sich bekreuzigte, war die Kröte von Stund an verschwunden. Der Almerin aber dämmerte es, dass dies eine arme Seele in Gestalt einer Kröte war, die nunmehr ihre Erlösung gefunden hatte. All der Spuk war wie zerronnen.

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus dem Buch "Sagen und Legenden rund um den Wendelstein" von Dr. Josef Bernrieder", erschienen im Verlag Meißner-Druck GmbH, Oberaudorf, 1995, erhältlich u.a. im Rosenheimer Buchhandel.


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