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Litzlalm

»Unter den Ramsauer Dolomiten«


Die Reiter Alm, ein Teil der Berchtesgadener Alpen, ist eine Hochfläche, die nach allen Seiten steil abstürzt. Sie ist deshalb nur von versierten Bergsteigern zu erreichen. Mit dem Mountainbike ist sie somit nicht erreichbar, obwohl der Wirt der auf ihr zentral gelegenen Neuen Traunsteiner Hütte angeblich sogar ein Schild mit der Bezeichnung „Mountainbiker willkommen“ aufgestellt hat. Allerdings lässt sich die Reiter Alpe, wie sie auch genannt wird, in einer herrlichen, nicht zu leichten Tour mit dem Rad gänzlich umrunden.

Die hier vorgestellte Mountainbike-Tour stellt ein mittelschweres Teilstück dieser Umrundung dar. Man durchfährt das geologisch interessante Klausbachtal, macht ggf. einen kurzen Abstecher auf die Bindalm, einer der schönsten Almen der Berchtesgadener Alpen, und erreicht schließlich auf dem höchsten Punkt die herrlich gelegene Litzlalm. Anschließend geht es wieder rasant hinunter zum Hintersee.

Downhill unterhalb der Ramsauer Dolomiten

Die Litzlalm ist ein äußerst beliebtes Ziel für Biker und Wanderer


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Mountainbike (mittel)  
Dauer (Stunden):Auffahrt ca. 2 Std.
Fahrbahnbeschaffenheit:Asphaltstraße,, nach dem Hirschbichl-Paß breite, gut befahrbare Forststraße.
Touristinfo:Ramsau

Anforderung:

Höhenunterschied:520 m
Streckenlänge:15 km
Schwierigkeit:Weg: mittel

Einkehrmöglichkeit:

Hirschbichl (Gasthaus):geöffnet 1.5. - ca. 20.10., im Frühjahr bei schönem Wetter und günstiger Schneelage ab Mittag geöffnet, Dienstag Ruhetag

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Bindalm:Mitte Juni bis Ende Sept.

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Litzlalm:Mitte Mai bis Ende Oktober, Mo ab 17 Uhr geschlossen

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Startpunkt:

Wanderparkplatz am Ende der Hirschbichlstraße (Hintersee), 802m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.945 E12 50.592  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn zum Bahnhof Berchtesgaden. Direkt am Bahnhof weiter mit der RVO-Buslinie Berchtesgaden-Ramsau-Hintersee zum Hintersee. Die Busse verkehren in etwa im Stundentakt (siehe www.rvo-bus.de).

Mit dem Pkw:

A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf. Weiter auf der B 305 (Deutsche Alpenstraße) über Inzell, Schneizlreuth bis zur Schwarzbachwacht. Hier rechts abzweigen Richtung Hintersee. Am Hintersee vorbei bis zum Ende der Hirschbichlstraße. Parkplatz ist gebührenpflichtig.



Ab Rosenheim: 85 Km / 1:10 Std
Ab München: 150 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 130 Km / 1:40 Std
Ab Salzburg: 40 Km / 0:45 Std


Information:

Der Hintersee mit seinem glasklaren und smaragdgrünen Wasser liegt geografisch zwischen der Reiteralm im Nordwesten, dem Hochkalterstock im Südosten und im Südwesten dem wildromantischen Klausbachtal. Seine Höhe beträgt 790 m. Er ist insbesondere Ausgangspunkt für viele Exkursionen und Touren in das Hochkalter-Massiv.
Direkt am Eingang zum Klausbachtal steht ein altes, denkmalgeschütztes Bauernhaus. Es ist die Informationsstelle Hintersee des Nationalparks Berchtesgaden. Für Interessierte gibt es hier Ausstellungen zu Spechten und Adlern, aber auch einen traditioneller Bauerngarten und ein Erlebnisgelände. Weiterhin erhält man dort Wanderkarten, Broschüren und Andenken, sowie Programme über geführte Wanderungen für die Sommer- und Wintersaison. Telefon 08657/1431.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

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Tourenbeschreibung:

Wanderparkplatz am Ende der Hirschbichlstraße (Hintersee), 802m


Auffahrt:
Am Ende des Parkplatzes passiert man die Schranke an der Informationsstelle Klausbachhaus und befindet sich danach bereits auf der Asphaltstraße, welche hinauf zum Hirschbichl-Pass führt. Die ersten zwei Kilometer geht es noch relativ flach dahin, doch bald steigt die Straße an und erreicht einige Hundert Meter nach der Engert-Holzstube durch einen Wald mit dem Mitterberg sein steilstes Teilstück. Kurz darauf erreicht man die Bushaltestelle Bindlalm. Diese alte Alm ist von hier nur wenige Minuten entfernt, sie ist sehenswert und auf alle Fälle einen Abstecher wert.
Auf der Hauptstraße geht es nun weiter bis zum Hirschbichl-Pass, oder, falls die Bindalm besucht wurde, hinter dieser rechts über eine Verbindungsweg auf die Hauptstraße. Der Hirschbichl-Paß war früher ein wichtiger Grenzübergang zwischen Bayern und Tirol war. Er ist von der österreichischen Seite mit PKW erreichbar, während von Deutschland her nur Busse fahren dürfen. Da sich hier auch eine Gaststätte befindet, ist das Verkehrsaufkommen an schönen Wochenenden hier oben recht hoch. Doch die Hauptstraße wird schon wenige Meter danach rechts verlassen, wo ein Wegweiser den Weg zur Litzlalm zeigt. Diesem folgt man weiter nach oben, hält sich nach 100 Höhenmetern bei einer Gabelung links und erreicht schließlich die Alm mit einer tollen Aussicht auf das Kammerlinghorn.

Abfahrt:

Die Abfahrt erfolgt auf dem Auffahrtsweg.


Geologie:

Der Mühlsturzgraben:
Nach dem ersten steileren Anstieg, auf einer Höhe von ca. 960 m, erreicht man auf der Hirschbichlstraße eine Stelle, bei der Gesteinsbrocken in einem breiten Riss eine Schneise bis weit unter die Straße bilden. Eine Schautafel des Nationalparks Berchtesgaden gibt hierzu genauere Auskunft:
Im September 1999 brachen im Gipfelbereich des Kleine Mühlsturzhorns rund 250-000 cbm Fels ab und donnerten zu Tal. Das Gestein wurde durch den Aufprall zum Teil zu feinstem Staub zermahlen, der sich wie Mehl auf Bäume und Wiesen senkte. Die größten Gesteinsbrocken blieben im Graben liegen, einige wurden durch Schwerkraft und Wasser das Tal hinab befördert.
Die Risse im Gipfelbereich zeigen, dass die Prozesse der Erosion weiter wirken. Die nächsten Steinschläge und Felsstürze kündigen sich bereits an.


Literatur:

Führer:Berchtesgadener Land
von Bauregger, Heinrich
Wanderführer:Wege und Gipfel im Berchtesgadener Land
von Enzinger, Kurt
Hüttenführer:Alm- und Hüttenwanderungen - Chiemgau, Kaiser, Berchtesgaden
50 Touren zwischen Inn und Salzach
von Strauß, Andrea / Strauß, Andreas

Karte:


Galerie:

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Panorama:


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