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Barfußpark Hochsöll

»Barfuß durchs Hexenwasser«


In Hochsöll ist den Bergbahnbetreibern und den Almbetrieben etwas gelungen, wovon viele Fremdenverkehrsorte nur träumen können. Im Winter als Skigebiet bekannt, steht der Sommer mit seinen Besucherzahlen dank des Barfußparks und des »Hexenwassers« mit seinen mehr als 60 Stationen und Attraktionen diesem in nichts nach. Im Sommer dreht sich oben in Hochsöll alles ums Barfußlaufen und natürlich, wie der Name schon sagt, um die Hexen.
Ob man im Hexenwald auf dem Hexenbesen reitet, auf der Hexenwippe schaukelt, die schlafende Hexe sucht, in der Hexen-Steinmühle steinreich wird, sich die Füße nach einem Moorbad am Hexenwaschplatz im kalten Gebirgsbach wäscht oder auf einer geschnitzten Holzhexe eine Rast einlegt: Die Hexen sind allgegenwärtig. Wer die Bergbahn benützt, wird sogar mit Hexenbesen in luftige Höhen transportiert.


Kurzinfo:

Region:Kitzbüheler Alpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Dauer (Stunden):1.00 Std.; bei Aufenthalt an den einzelnen Stationen deutlich länger.
Kinder:Für Kinder ab 3 Jahren. Der Barfußpark ist bis auf ein kleines Stück (Umgehungsmöglichkeit vorhanden) für Kinderwägen geeignet. An bestimmten Wochentagen Vorführungen, z.B. Brotbacken, Käsen, Schnapsbrennen (Info: www.hexenwasser.at). Bienenhaus, Hexen-Feuerplatz und Hexen-Steinmühle täglich. Mehrere Spielplätze, Trampolins, Rollenbahn. Am Gipfel der Hohen Salve Kletterriese und Sonnenuhrstationen. Panoramabad Hochsöll in der Nähe der Talstation (Frei- und Hallenbad).
Kinderwagen geeignet:Nein
Beste Jahreszeit:Beste Barfußzeit Ende Mai bis Anf. Sept.

Anforderung:

Höhenunterschied:80 m
Schwierigkeit:Weg: mittel
Der ca. 2 km lange Barfußweg führt über verschiedene Untergründe , durch Staubecken, Wasserrinnen, Matschbecken u.v.m. Barfußgrad 1–2.

Startpunkt:

Bergstation der Gondelbahn Hochsöll, 720m


GPS-Wegpunkt:

N47 29.840 E12 11.912  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Nächstgelegene Bahnhöfe (10 km) Wörgl und Kufstein, direkte Busverbindungen von beiden Bahnhöfen nach Söll.

Mit dem Pkw:

Autobahn-Ausfahrt Kufstein-Süd nach Söll und der Beschilderung zur Gondelbahn folgen.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 50 Km / 0:40 Std
Ab München: 100 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 90 Km / 1:10 Std
Ab Salzburg: 90 Km / 1:20 Std


Information:

Gondelbahn: Betrieb Mitte Mai bis Mitte Okt. täglich 9:00–17.30 Uhr.
Öffnungszeiten/Preise: Ende Mai bis Mitte Oktober. Der Eintritt zum Barfußweg/Hexenwasser ist für Wanderer frei bzw. im Gondelbahntarif enthalten.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bergstation der Gondelbahn Hochsöll, 720m


Der 2 km lange Barfußweg ist der längste in Tirol und beginnt direkt an der Bergstation der Gondelbahn in Hochsöll. Sofort geht es ab ins Hexenwasser: Durch ein Kneippbecken, Bachläufe, wasserführende Holzrinnen (Achtung rutschig, bitte mit den Händen festhalten!), Kletterteiche, über einen Baumstamm, große und kleine Steine, vorbei am »schwingenden Becken« (hier kann durch geschicktes Reiben das Wasser in einem Kupferbecken so zum Schwingen gebracht werden, dass kräftige Töne entstehen) und dem Baumhaus, bis man schließlich zur Stöcklalm kommt. Hier fließt der Hexenbach direkt unter einigen der gemütlichen Tische hindurch, so dass wir über dem Tisch unseren Durst löschen und unter dem Tisch gleichzeitig unsere Füße kühlen können, während die Kinder mit Seilen über das Hexenwasser schaukeln oder Trampolin springen.

Für Kinder sollte man im Sommer unbedingt Badesachen mitnehmen, bei soviel Wasser ist man schnell einmal ins kühle Nass hineingepurzelt, außerdem kann an vielen Stellen nach Herzenslust geplanscht werden. Auf der Stöcklalm wird an bestimmten Wochentagen angeboten, sein eigenes Steinofenbrot zu backen, oder beim Käsen zuzuschauen. Der ausschließlich aus der Milch der dortigen Almkühe hergestellte, würzige Käse steht auf der Brotzeitkarte, kann aber auch mit nach Hause genommen werden. Nach der Stöcklalm führt uns der Barfußweg steil den Berg hinauf zu den Staurinnen, wo die Kinder Schleusenwärter spielen und die Erwachsenen sich in einem Wasserbecken die Beine kühlen können. Anschließend geht es auf angenehmem Rindenmulch durch den Wald, vorbei an der Hexen-Steinmühle, wo die Kraft des Wassers anschaulich demonstriert wird, indem Steine zu kleinen »Kostbarkeiten« rund gewaschen werden. Danach statten wir dem Steinöl- und dem Moorbecken einen Besuch ab. Wenn wir hier ein paar Meter zurückgehen, können wir uns die moorigen Füße anschließend am Hexenwaschplatz im Gebirgsbach wieder sauber waschen. Unser Weg führt uns nun hinauf zu hölzernen Ruheliegen und klingenden Steinen, entweder wieder durchs Wasser oder auf dem Holzweg daneben. Anschließend wandern wir hinunter zum Bienenhaus mit seinem Bienenschwänzeltanzplatz, an dem die kunstvollen Flugbewegungen der Bienen nachgelaufen werden können, und der angegliederten Imkerei, wo wir die Bienenkönigin beobachten und zuschauen können, wie Honig geschleudert und Wachs gerollt wird. Daneben steht die Gründlalm mit ihrer Schnapsbrennerei.

Für die Kinder ist hier am Ende des Barfußweges ein toller Spielplatz mit einer Rollenbahn, einer Seilbahn, Spielgeräten, Trampolin und Streichelgehege geboten. Wer noch mehr erleben will, kann auf der Teerstraße am Ziegengehege vorbei gehen, eine Floßfahrt beim Gasthaus Hochsöll unternehmen und die kleine, steile Straße zum großen Hexenbesen hinaufsteigen. Links geht es dann um das Gasthaus Salvenmoos herum in den Hexenwald, mit Baumalter raten, klingenden Hölzern, Hexenschaukel und -seilbahn sowie einem Wildgehege. Dieser Weg ist zwar nicht als Barfußweg ausgewiesen, aber auch nicht allzu schwer barfuß zu begehen.
Zurück zur Gondel geht man dann entweder den Weg weiter hinunter zur Stöcklalm oder aber man schwenkt nach links in den Feldweg ein, der zum Gasthaus Salvenmoos zurückführt.

Variante:
Wer noch höher hinaus möchte, dem sei vom Hexenwasser die Fahrt mit den roten Gondeln der Gondelbahn »Hohe Salve« auf 1829 m empfohlen. Hier oben erwartet den Besucher ein einzigartiger Panoramablick auf 70 Gipfel über 3000 m, den man am bequemsten im Gasthaus auf der ersten drehbaren Panoramaterrasse Österreichs genießen kann. Auf die ganze Familie wartet ein barfußgeeigneter Gipfelpanoramarundweg (Wiesenweg), der uns an der Windharfe vorbei und an 15 Sonnenuhrstationen entlang führt.

Einkehr:
An der Bergstation bzw. unterwegs: Stöcklalm, Gründlalm, Gasthaus Hochsöll, Gasthaus Salvenmoos. Am Gipfel (Variante): Gasthaus Hohe Salve. Für alle gilt: Kein Ruhetag, aber eingeschränkter Betrieb bei Schlechtwetter.


Literatur:

Wanderführer:Barfußwandern Münchner Berge und Alpenvorland
von Eduard Soeffker und Sigrid Soeffker

Karte:



Galerie:

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