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Zentralalpenweg 02 (Etappen 30 /31)

»Von der Neuen Bamberger Hütte zur Weidener Hütte«


 Autor: Peterka, Fritz   Link

Der Zentralalpenweg 02 ist der Königsweg der österreichischen Weitwanderwege. Auf den gut 1240 Kilometern der österreichischen "haute route" lernt der Begeher die Bergwelt in ihrer Schönheit, aber auch Gefährlichkeit kennen.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch "Zentralalpenweg 02". Die Etappen 30 und 31 führen von der Neuen Bamberger Hütte zur Weidener Hütte. Talorte sind Königsleiten, Gerlos und Hippach, markante Wegpunkte im Gebirge sind das Salzachjoch, die Rastkogelhütte, der Rastkogel, das Sidanjoch und das Nurpensjoch.

Das Markkircherl am Salzachjoch erreicht man eine knappe Stunde nach der Neuen Bamberger Hütte, dem Ausgangspunkt der nachfolgenden Beschreibung.


Kurzinfo:

Region:Tuxer Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer) Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Rastkogel 2762 m
Dauer (Stunden):1. Tag: 8 - 9 Stunden, 2. Tag: 7 - 8 Stunden
Dauer (Tage):2
Beste Jahreszeit:Mitte Juni bis Mitte September
Touristinfo:HippachGerlosHopfgarten-Kelchsau

Anforderung:

Höhenunterschied:bergauf: ca. 2590, bergab: ca. 2547
Streckenlänge:ca. 60 km
Schwierigkeit:Schwierig: Gute Kondition für über 2500 Höhenmeter innerhalb von zwei Tagen erforderlich, ebenso Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind für den gesamten Weg.
Weg:schwer

Einkehrmöglichkeit:

Weidener Hütte:ganzjährig, witterungsbedingt im Mai und November Betriebsferien
Rastkogelhütte:Wintersaison: Anfang Dezember bis 1 Woche nach Ostern
Sommersaison: 1. Juni bis Ende Oktober
Neue Bamberger Hütte:Winter: Weihnachten bis 1 Woche nach Ostern, Sommer: Pfingsten bis Mitte Oktober
Im Sommer 2015 wegen Umbauarbeiten geschlossen

Startpunkt:

Gasthof Wegscheid im Kurzen Grund, 1144m


GPS-Wegpunkt:

N47 19.953 E12 09.562  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Hopfgarten fahren, anschließend Busgelegenheit bis nach Kelchsau. Von dort aus bis Wegscheid verkehren keine öffentlichen Verkehrsmittel !

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Wörgl, von dort nach Hopfgarten, von dort nach Kelchsau. Zwei Kilometer weiter bis zur Mautstelle an der Zwieselbrücke (Maut nur im Sommer zu entrichten), bei der Abzweigung links über ca. 5 - 6 km durch den Kurzen Grund (rechts ginge es in den Langen Grund, beachte Schild "Neue Bamberger Hütte"). Über Buchauer Alm, Stausee und Zwieselbrücke (Mautstelle, nicht im Winter) weiter bis zum Berggasthof Wegscheid, dort parken. Schneeketten im Winter empfehlenswert. Evtl. schon vor der Gaststätte parken, da wenig Parkplätze.
Zur Neuen Bamberger Hütte, auch "Hopfgartener Hütte" genannt, steht eine Materialseilbahn für den Gepäcktransport gegen Gebühr zur Verfügung.
Der Aufstieg zur Neuen Bamberger Hütte erfolgt im Sommer auf dem Forstweg direkt beim Gasthof Wegscheid, ca. 1,5 - 2 Stunden.
Im Winter ist hier im oberen Bereich Lawinengefahr, deshalb steigt man besser auf dem Winterweg empor: Gleich bei der ersten Linkskurve der Forststraße geradeaus weitergehen. Der Winterweg ist immer gut markiert.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 70 Km / 1:00 Std
Ab München: 125 Km / 1:20 Std
Ab Bad Tölz: 160 Km / 1:40 Std
Ab Salzburg: 140 Km / 1:30 Std


Mit dem Bike:

Man kann ab Hopfgarten gut mit dem Bike nach Wegscheid fahren - vorausgesetzt die Straße ist schneefrei (im Gasthof Wegscheid evtl. nachfragen). Von der Unterführung in Hopfgarten aus sind es auf Asphalt knapp 15 Kilometer, der Höhenunterschied beträgt ca. 535 m.
Vorsicht Autoverkehr, da öffentliche Straße.

Information:

"Gründe" nennen die Zillertaler ihre Täler. Doch auch die Kelchsau in den Kitzbüheler Alpen hat einen Kurzen und einen Langen Grund, der seinen Namen zu recht trägt. Der Gasthof Wegscheid am Ende des Kurzen Grundes ist Ausgangsbasis für Touren ins Gebiet der beliebten Neuen Bamberger Hütte (früher: Hopfgartner Skihütte).

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Gasthof Wegscheid im Kurzen Grund, 1144m


Hinweis zum Startpunkt: Als Startpunkt für diese beiden Etappen haben wir oben Wegscheid in der Kelchsau als Talort zum Aufstieg zur Neuen Bamberger Hütte angegeben.
Dies ist nur relevant, wenn man die Tour bei der Neuen Bamberger Hütte beginnen will.
Im Rahmen des gesamten Zentralalpenweges erreicht man die Neue Bamberger Hütte allerdings nicht aus dem Talort Wegscheid, sondern von Trattenbachtal über den Gipfel des Kröndlhorn.



30. Etappe

Neue Bamberger Hütte (1756 m) – Salzachjoch (1983 m) – Almdorf Königsleiten (1635 m) – Gerlos (1245 m) – Schwarzach(1191 m) – Hippach (608 m) Weg Nr. 702 A, 37 km, 8 1/2 bis 9 Std., + 661 hm, – 1809 hm, C, S 28 und 29, G 16, ÖK 121, 151 und 150

Kontrollstellen: K 60 A Bamberger Hütte, K 61 Königsleiten, Hotel Königsleiten, Fam. Obermoser, K 62 A Schwarzach, Ghs. Kühle Rast, K 63 A Hippach

Das Hochtal an der re. Talseite auf gut angelegtem Weg empor zum Salzachjoch (shw. Markkirchl, Landesgrenze Tirol – Salzburg, 3/4 Std. Abstieg auf plattengelegtem Weg ins Quellgebiet der Salzach. Ab der Salzachalm Fahrstraße zur Salzachjochhütte. Noch rd. 600 m von der Straße in Graben absteigen, Brücke über die Salzach, Aufstieg am Rand einer Steinschlagzone zur Brucheckalm und eben zum Almdorf Königsleiten, 2 Std.

Almdorf Königsleiten, Szbg., Bez. Zell/See, moderne Hotelsiedlung unweit vom Gerlospass, Skigebiet, Skilifte, Bus-Hst

Querung der Königsleitenhänge mit Blick auf die Gerlospassstraße. Zunächst auf einer Almstraße Anstieg zur Larmeralm (Landesgrenze Salzburg – Tirol), dann auf einem Almsteig zur Inneren Königsleitenalm, wo Fahrweg zur Äußeren Königsleitenalm beginnt. Nun Abstieg über aussichtsreiche, schütter bewachsene Almböden zu ausgeprägter Kehre der Gerlospassstraße und durch Wald in den freien Talgrund des Gerlosbaches (in der Nähe Kraftwerk). Auf Versorgungsstraßeentlang Gerlos und in den Ort Gerlos, 21/2 Std.

Gerlos, Tirol, Bez. Schwaz, 700 Ew., lang gestreckter Weiler und Streusiedlung in prächtiger Gebirgslage, Sommerfrische, Pfarrkirche Hl. Leonhard und Lambert, 18. Jhdt., Bus-Hst.

Über Bundesstraße und Gerlos an die li. Talseite und entlang der Gerlos breiter Fußweg nach Gmünd. Ende der Bez., bis Maria Rast keine Bez. Knapp 2 km zum Ghs. Kühle Rast in Schwarzach, 1 Std. Bis ins Zillertal unbez. auf der Gerlosstraße (besondere Vorsicht!). Shw. die Wallfahrtskirche Maria Rast in der vorletzten Straßenkehre über dem Zillertal. Von der Kirche Querung steiler Wald- und Wiesenhänge und Abstieg ins Tal. Deutlicher Kontrast zu den stillen Wegen im Hochgebirge: Verkehr, Hektik, Massentourismus. Auf stark befahrener Straße nach Hippach, 21/2 Std.



31. Etappe

Hippach (608 m) – Ghs. Mösl (1387 m) – Rastkogelhütte (2117 m) – Sidanjoch (2127 m) – Rastkogel (2762 m) – Nurpensjoch(2700 m) – Weidener Hütte (1799 m) Weg Nr. 302 A, 26 km, 7 1/2 bis 8 Std., + 2252 m, – 1061 m, D, S 29 und 30, G 16 und 17, ÖK 150 und 149

Kontrollstellen: K 63 A Hippach, K 64 A Ghs. Mösl, K 65 A Rastkogelhütte, K 66 A Weidener Hütte

Hippach, Tirol, Bez. Schwaz, 1100 Ew., Sommerfrische im breiten Zillertal, am Fuße der Tuxer Alpen mit den Katastralgemeinden Schwendau und Laimach, Seilbahn, Skilifte, Pfarrkirche, teils gotisch, 13. Jhdt., Wallfahrtskapelle in Burgstallschrofen, in der Nähe shw. Wasserfälle, Bhf., Bus-Hst.

Unweit (nördl.) der Pfarrkirche zweigt Hippacher Höhenstraße ab, die mehrere Streusiedlungen hoch über dem Zillertal verbindet. Zunächst recht steil in weiten Kehren über aussichtsreiche Hänge empor, dann über dem Sidanbachgraben Querung bis zum Ghs. Mösl, Bus-Hst., 2 Std. Ein Fahrweg führt in den weiten Almboden des hinteren Sidantales.Aufstieg zur Sidanalm und bequem (mit Abkürzungswegen) auf Fahrweg zur Rastkogelhütte, 2 Std.

Nach W flache Querung zum Sidanjoch (Wegteilung, Kreuz), 1/4 Std. Auf dem zum Roßkopf ziehenden Höhenkamm unschwierig weiter; Wegteilung, re. Möglichkeit, Roßkopf zu besteigen. Nach S haltend, in die felsigen Hänge über der Sidanalm, mehrere Bäche überschreitend, und mühsam auf Felsenschulter. In wenigen Min. Anstieg auf den Rastkogel, Kreuz, 11/2 Std. Nach W Abstieg über schmalen Rücken ins Nurpensjoch (zwei Talabstiege, Tafel), 1/4 Std. An die freie Erhebung Halslspitze, die li. (südl.) umgangen wird. Danach (Tafel) abrupter Abstieg re. (nördl.) über teils weglose Grashänge zur Nafingalm; Wegteilung, Tafel. Am nun gut bez. Geiseljochweg in den Talgrund und auf der Almstraße zur Weidener Hütte, 2 Std.


Literatur:

Führer:Zentralalpenweg 02 von 

Peterka, Fritz


Karte:Mayr Wanderkarte Nr. 33 "Zillertaler Alpen"
Alpenvereinsführer:AV-Führer Zillertaler Alpen. Täler, Hütten und Berge von 

Klier, Heinrich, Henriette und Walter


Alpenvereinsführer:AV-Führer Kitzbüheler Alpen von 

Bleier, Georg / Kettner, Kurt


Karte:Kompass Karte Nr. 37 "Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen" von 

Kompass



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