Leider sind die Informationen, welche die Umweltverträglichkeit von Skitouren in den Bayerischen Voralpen und Chiemgauer Alpen betreffen, sehr verstreut vorhanden und manchmal auch gar nicht aufzufinden.
Deshalb versuchen wir auf dieser Seite, alle relevanten Informationen bzw. Links zusammenhängend darzustellen.
Die Umweltverträglicheit von Touren ist ein heikles Thema.
Der Deutsche Alpenverein leistet mit seinem Projekt
Skibergsteigen umweltfreundlich einen wertvollen Beitrag zur naturverträglichen Ausübung und zur nachhaltigen Sicherung des Tourenskilaufs in den Alpen. Oftmals bleiben mit kleinsten Lenkungsmaßnahmen fast alle Gipfel erreichbar, und es bleiben trotzdem genügend Rückzugsgebiete für die Überwinterung von Wildtieren übrig.
Problematische Touren (Liste nicht vollständig):
Eine kleine, aber wichtige Auswahl bekannter Skitouren insbesondere aus dem roBerge-Gebiet, bei welchen es spezielle Vorschiften im Sinne des umweltverträglichen Skibergsteigens gibt. Die Verordnungen haben Rechtskraft. Wenn die Behörden wollten, könnten sie Bußgelder verhängen.
- Brünnsteinschanze
Die Nordosthänge dürfen nicht befahren werden.
- Feichteck
Der Wald oberhalb der Wagneralm und der südöstliche Gipfelhang sind problematisch.
- Geigelstein Ostaufstieg
Der Breitenstein darf nicht von Süden und auch nicht über das Karl bestiegen werden.
- Geigelstein allgemein.
Mit einer kompletten Übersichtskarte.
- Großer Traithen.
Zwischen Abfahrt Stopselzieher und Aufstieg Saugasse ist der komplette Jägerwandbereich vom Gratverlauf bis zu den Rosengassenalmen im absolut roten Bereich und Wildschutzzone.
- Lacherspitz.
Der Aufstieg durch den Schafsgraben ist ein Überwinterungshabitat.
- Rotwand.
Auch hier veröffentlichen wir die Karte mit den offiziellen Wegen.
Weiterführende Links:
Tipps zur Anreise- Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch weniger anstrengend. Insbesondere die Kombination Bahn/Fahrrad bietet sich fürs Bergwandern an. Und das Fahrrad eröffnet ein völlig anderes Landschaftserlebnis. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu DAV-Hütten stehen in dessen Hüttendatenbank Anreiseskizzen zur Verfügung.
- Spezialisierte Reisebüros erleichtern Ihnen das Zurechtfinden im "Fahrplandschungel".
- Fahrgemeinschaften sind zum einen billiger, zum anderen bieten sie eine umweltbewusstere Anreisemöglichkeit, falls das Wandergebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar ist.
- Für einen umweltbewussten Bergsteiger sollten Höhenmeter und Anfahrtskilometer in einem verantwortbaren Verhältnis zueinander stehen. Dies gilt insbesondere für weite Fahrten.
- Bitte vorhandene ausgewiesene Parkplätze benutzen.
- Wenn doch auf Privatgrundstücken geparkt werden muss, kann eine Anfrage beim Besitzer sicher nicht schaden...
- Nicht in Wiesen und Feldern zu parken, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit
Naturschutzrecht- In den Alpen gilt in aller Regel ein Betretungsrecht der freien Landschaft. Das heißt, dass "zum Zwecke der Erholung das Betreten der Flur jedermann auf eigene Gefahr gestattet ist". Es kann jedoch mit einem Wegegebot eingeschränkt werden: In Schutzgebieten wie z.B. in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder Wildschutzgebieten muss jeder auf dem Weg bleiben.
- Wiesen und Felder dürfen in der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden.
- In den jagdlichen Sperrgebieten Österreichs kann auch ein absolutes Betretungsverbot gelten. Es sind dann auch die Wanderwege gesperrt.
- Nach dem Forstrecht darf in Österreich Jungwald bis zu einer Höhe von 3 m nur auf Wegen betreten werden.
- In den meisten Schutzgebieten müssen Hunde an der Leine geführt werden.