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Seekarkreuz

»Aus dem Weissachtal mit langem Hatscher«


Das pyramidenförmige Seekarkreuz gilt im Sommer als einer der Klassiker der Münchner Wanderberge. Meist wird es dann von Lenggries aus bestiegen. Im Winter ist der Silberkopf, wie der Gipfel auch heißt, dagegen selten überlaufen, denn der Anstieg von der Winterstube aus setzt einen längeren Fußmarsch von rund drei Kilometern voraus. Wer also die Ruhe sucht und nicht in Menschentrauben aufwärts gehen will, für den ist diese Tour genau die richtige. Trotzdem ist sie meist gespurt. Am Gipfel trifft man auch im Winter auf Wanderer, welche von der nur 40 Gehminuten entfernten Lenggrieser Hütte bei passender Schneelage den Weg herauf finden.

Das Seekarkreuz von der Rauhalm aus.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Schneeschuh (mittel) Schneeschuh (mittel)  Skitour (mittel) Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Seekarkreuz (Silberkopf) 1601 m
Dauer (Stunden):Aufstieg: ca. 2,5 - 3 Std.
Lawinengefahr:Hangrichtung: Südost, Ost, Nord. Bis zur Rauhalm kaum gefährdet. Am Gipfelhang Vorsicht, insbesondere bei Neuschnee, nur bei einwandfreien Verhältnissen befahren!
Der benachbarte Brandkopf ist an seinen Südhängen stark lawinengefährdet!
Beste Jahreszeit:Dezember bis März
Touristinfo:Kreuth

Anforderung:

Höhenunterschied:790 m (ohne Variante Schönberg)
Streckenlänge:16,8 km
Schwierigkeit:leichte Eingehtour, auch für Anfänger gut geeignet
Weg:leicht

Einkehrmöglichkeit:

Schwarzentennalm:ganzjährig geöffnet, Donnerstag Ruhetag, im Winter vorher anrufen

Startpunkt:

Parkplatz Winterstube an der B307, 834m


GPS-Wegpunkt:

N47 37.420 E11 42.738  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Die Eisenbahn fährt bis zum Bahnhof Tegernsee. Von dort aus fährt der RVO-Bus 9556 über Kreuth Richtung Achensee. Ausstieg direkt an der Haltestelle „Klamm Schwarzentenn / Königsalm“ beim Parkplatz Winterstube.

Mit dem Pkw:

Wir fahren auf der Autobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen oder Irschenberg, über Tegernsee auf der B307 in Richtung Achenpass. Der Parkplatz Winterstube befindet sich rechterhand ca. 2 km nach Wildbad Kreuth.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 60 Km / 1:00 Std
Ab München: 65 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 35 Km / 0:40 Std
Ab Salzburg: 130 Km / 1:35 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Winterstube an der B307, 834m


Aufstieg:
Vom Parkplatz Winterstube aus leitet uns ein breiter Wanderweg in Richtung Schwarzentennalm. Nach wenigen Minuten erreichen wir ein Gabelung; hier zweigt nach links über eine Brücke der Skiweg (Sommerweg) ab. Gelegentlich weist dieser an einigen Stellen meterlange Vereisungen durch seitwärts einmündende, gefrorene Rinnsale auf, was nach tagelangem starken Frost der Fall ist. Diese können schnell zu einem Abrutschen ins direkt darunter liegende Bachbett verursachen. Dann ist es günstiger, auf der breiten Forststraße zu bleiben. Natürlich ist der Aufstiegsweg auf der linken Seite des Schwarzenbaches schöner, denn die Forststraße ist stark von Rodlern und Wanderern frequentiert.
Nach gut 3 km leichten Aufstiegs (180 hm) erreichen wir ein freies Hochtal. Ab hier wandern wir nochmals ca. 700 m bis zur Schwarzentennalm und lassen diese hinter uns liegen. Kurz nach der Alm verlassen wir nahe einer Jagdhütte den Hauptweg und ziehen unsere Spur links in Richtung Gurnbach-Graben. Wir erreichen bald eine Forststraße. Diese können wir entweder kreuzen (10 m rechts die Straße entlang gehen, dann diese wieder links verlassen), oder wir halten uns links und folgen ihr in südlicher Richtung. Der Abkürzungsweg stößt später wieder auf die Straße.
Nun führt uns die Forststraße durch den Gurnbachgraben meist steil bergauf, bis wir freieres Gelände erreichen. Wir ziehen unsere Spur durch ein liebliches Winterwald-Gelände (einmal geht es kurz leicht bergab) und erreichen eine Gabelung, wo wir uns rechts halten. Nun folgen wir dem Weg in lichterem Gelände zur Rauhalm, die wir auf ca. 1380 m etwas unter uns liegen sehen. Hier überrascht uns auch der erste Blick auf unser Gipfelziel, die Seekarspitze, die gar nicht her soweit entfernt zu sein scheint. Doch das recht große Holzkreuz auf dem Gipfel täuscht, denn schließlich sind es immerhin noch 200 Höhenmeter bis zum höchstgen Punkt. Wir bleiben auf der rechten Seite der Senke, halten uns also in nordwestlicher Richtung auf den Sattel zwischen Seekarspitze und Brandkopf zu. Auf dem Sattel angelangt, brauchen wir nochmals eine gute Viertelstunde bis zum Gipfel. Von hier ein phantastischer Blick in die Tegernseer Berge und ins Karwendel; westlich sehen wir unter uns die Lenggrieser Hütte stehen.

Abstieg:
Über den Osthang sollten wir nur bei sicheren Verhältnissen zur Rauhalm hinabfahren. In diesem Fall benötigen wir nach den Almgebäuden ein kleiner Gegenanstieg. Ansonsten erfolgt die Abfahrt im wesentlichen an den Hängen entlang der Aufstiegsroute. Ab dem Gurnbach allerdings muss man sich bis zur Schwarzentennalm wieder mit der Forststraße begnügen. Ab der Alm auf Rodler und Wanderer achten!

Variante: Schönberg
In südlicher Richtung über den Verbindungskamm zum Mariaeck (1468 m). Von diesem weiter in eine Scharte, von welcher wir uns rechts auf eine Steilhang zu halten. An dessen oberen Ende gelangen wir zwischen zwei Felsen hindurch zum Gipfelhang. Die Abfahrt erfolgt dann am besten vom Osthang zur Amperthalm zurück zum Gurngraben (Gegenanstiege).


Literatur:

Skiführer:Bayerische Alpen zwischen Bad Tölz und Berchtesgaden von Stadler, Markus
Skiführer:Rother Skiführer Bayerische Alpen von 

Demmel, Robert und Schneider, Norbert



Karte:

Blau = Aufstiegsroute, rot = Abfahrtsroute


Ausschnitt aus "TOP50 (Bayern-Süd) / AMAP3D".

Mit freundlicher Genehmigung vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation München; Genehmigung Nr. 4197/04.



Profil:


Galerie:

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Diashow:


Wettervorhersage für Kreuth: