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Maukalm

»Von der Griesenau bis unterhalb der Maukspitze«


Eine der leider wenigen Mountainbike-Touren im Wilden Kaiser. Die Halbtagestour führt bis unterhalb der Maukspitze auf ca. 1250 Meter. Von der Maukalm aus beeindruckt das Lärchegg und insbesondere die mächtig nahe Maukspitze mit ihrer Ostwand. Ihren Namen erhielt die Maukspitze von der Maukalm, dem alten Auftrieb der Griesner. Der Almabtrieb von der Maukalm ist heute noch einer der traditionellen Abtriebe im Tiroler Unterland.

Die Tour ist nicht zu leicht: Aufgrund der teils stärkerer Steigungen ist eine gewisse Kondition vorteilhaft. Sollte diese fehlen, dann heisst's gelegentlich pausieren und die tollen Einblicke in den Ostkaiser genießen.

Die Maukalm mit dem unteren Bereich der Maukspitze und dem Lärchegg (rechts)


Kurzinfo:

Region:Kaisergebirge
Tourenart:Mountainbike (mittel)  
Dauer:Auffahrt ca. 2 Std., Abfahrt ca. 1 Stunde
Fahrbahnbeschaffenheit:Die untere Hälfte besteht durchgehend aus einer leichten Forststraße mit gut befahrbarem, feinem Schotter. Später wird der Schotter gröber und steiniger, gelegentlich auch sandig. Absteigen braucht man aber nie.
Auf Asphalt fährt man zu Beginn von Griesenau 3 Kilometer nach Gasteig und einige Hundert Meter am Ende Tour.
Touristinfo:Griesenau
Kössen

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 650 m
Steigung:Die Steigung hält sich meist in Grenzen. Nur im obersten Bereich einige Stellen bis zu knapp 20 %.
Schwierigkeit:Weg: mittel
mittelschwer

Startpunkt:

Mautstelle Griesenau, 718m


GPS-Wegpunkt:

N47 34.880 E12 23.329  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Busverbindungen über Kufstein, Kössen und Kitzbühel

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf: Über Walchsee und Kössen in Richtung St. Johann.
Von Salzburg kommend Autobahn Salzburg-München, Ausfahrt Grabenstätt. Weiter fahren in Richtung St. Johann.
Von Kitzbühel oder Loferer kommend nach St. Johann und von dort weiter in Richtung Kössen.
Man sucht sich einen geeigneten Parkplatz am Straßenrand oder auf einem Nebenweg, denn einen offiziellen Wanderparkplatz gibt es hier nicht.


Ab Rosenheim: 55 Km / 0:55 Std
Ab München: 118 Km / 1:20 Std
Ab Bad Tölz: 100 Km / 1:25 Std
Ab Salzburg: 85 Km / 1:05 Std


Information:

Bei Griesenau beginnt die Einfahrt ins Kaiserbachtal. In den Sommermonaten passieren ganze Busse voller Touristen diese Stelle, um durch das Kaiserbachtal bis zur Griesner Alm zu gelangen und von dort hautnah die Kletterer auf dem Totenkirchl zu beobachten. Für die Skitourenfreunde hat die Mautstelle eine besondere magische Bedeutung: Sobald im Frühjahr die Schranke geöffnet ist, zieht es viele durchs Kaiserbachtal hinauf ins Griesner Kar.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Mautstelle Griesenau, 718m


Zur Maukalm:
Ab Mautstelle Griesenau leicht ansteigend auf der Hauptstraße ca. 3,3 Kilometer bis nach Gasteig. Höhenunterschied ca. 50 Meter. Dort beim Mitterjager rechts abbiegen und über die Brücke fahren. Hier beginnt auch die offizielle MTB-Strecke. Ab jetzt folgt man einfach der guten Beschilderung (Bild 1). Zuerst geradeaus und nach 2 Minuten zu einem großen Platz, wo sich am Bach mehrere Wege treffen. Hier rechts halten und zu Beginn steil hinauf. Später flacher und immer auf dem Hauptweg bleiben (Bild 2). Bei einem Wegedreieck auf ca. 1060 Meter Höhe nicht rechts, sondern weiter geradeaus fahren (Bild 3). Weiter durch Alm- und Waldgelände (Bild 4) bis zur Maukalm (Bild 5).

Abfahrt:
Von der Maukalm zurück bis zu dem Wegedreieck (Bild 3). Hier links einbiegen und durch den Wald kurz hinunter bis man auf eine weitere Forststraße trifft - in diese links einbiegen. Weiter hinab Richtung Kreideboden und ab einer Höhe von ca. 1030 Meter wieder aufwärts. Westlich der Lärcheggalm hat man den höchsten Punkt dieses Abschnittes erreicht und nun beginnt in Serpentinen der abwechslungsreiche Downhill ins Kaiserbachtal. Unten am Bach angelangt rechts halten. Wenn der Weg eine Brücke übequert, befindet man sich auf der Hauptstraße, welche in wenigen Minuten zurück zur Mautstelle führt.


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte 8
Kaisergebirge
von Alpenverein
Mountainbike-Führer:MTB-Touren (Leukental St Johann Walchsee Thierseetal Unterinntal Wörgl Erl)
Bd.2, Leukental, Sankt Johann, Walchsee, Thierseetal, Unterinntal, Wörgl, Erl
von Hammerle, Claudia und Hofer, Willi
DVD:Almabtrieb am Wilden Kaiser
von Landmann, Sepp
Führer:Rother Wanderführer "Rund um den Wilden Kaiser"
von Brandl, Sepp


Profil:


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Eine Sage: Der Freitagssänger

Vor ungefähr 150 Jahren, um die Mitte des 19. Jahrhunderts, wohnte im Kaiserbachtal ein junger Mann, welcher Schäfer war und außerdem gut singen und fingerschnalzen konnte. Es war wieder einmal Donnerstag Abend, und der Wirt der Griesner Alm, der ihn gut kannte, fragte ihn, warum er denn gar so traurig dreinschaue. Nun erzählte ihm der Schäfer, dass er immer, wenn er Freitags ein Lied anstimme und mit den Finger schnalze, das Lied noch schöner als er es sänge aus den Bergen zurück komme. Ein Echo allerdings sei es nicht, da sei er sich sicher. Er habe sich vorgenommen, am nächsten Tag, einem Freitag, wieder zu singen und den ungekannten Sänger zu suchen.

Als er am nächsten Tag nicht mehr nach Hause kam, suchte man ihn und fand ihn tot, mit einem seiner Schafe in einem Abgrund abgestürzt. Am selben Tag hörte der Melker der Griesner Alm den gleichen Gesang. Sobald er jedoch zum Melken aufhörte, hörte auch der Gesang aus den Bergen wieder auf. Wenn er wieder zum Melken begann, dann begann auch wieder der Gesang.

Daraus schloss man, dass es ein Berggeist war, dessen Gesang man deshalb hörte, weil man freitags fröhlich war. Denn damals galt der Freitag noch als Fasttag, und wer dies nicht beachtete, wurde in den Tod gelockt.


Wettervorhersage für Kössen: