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Großer Traithen

»Ski-Rundtour ab Rosengasse«


Dies ist eine sehr schöne, mittelschwere Rundtour vom Berggasthof Rosengasse, die im Gegensatz zur Brünnsteinschanze nie überlaufen, aber auch nicht ganz so "gemütlich" ist. Die Aussicht ist natürlich vom höchsten Gipfel des Mangfallgebirges toll! Man sollte sie aber nur bei sicheren Schneeverhältnissen und nur bei ausreichender Schneelage durchführen.

Am Gipfelgrat.

Unterhalb des Stopselziehers.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Großer Traithen
Untersbergerjoch
Alternativ: Steilner Joch (15 Minuten Mehrzeit)
Dauer:Gasthaus Rosengasse - Unterberger Joch ca. 1.30 Std.
Unterberger Joch - Gr. Traithen 30 Min.
Abfahrt Gr. Traithen Nordseite über Stoppselzieher ca. 30 Min.
Lawinengefahr:Allgemein bei Nassschnee oder Neuschnee.
Stopselzieher hohe Lawinengefahr - nur bei sicheren Verhältnissen!
Hangrichtung: Nord - Nordost - Ost
Beste Jahreszeit:bis Ende April
Touristinfo:Oberaudorf

Anforderung:

Höhenunterschied:Rosengasse 1100 m, Großer Traithen 1852 m
insgesamt ca. 850 m
Steigung:Es gibt keine Zwischenanstiege. Am Grat ist es ein Auf und Ab, aber ohne nennenswerte Höhenverluste. Steil ist es manchmal schon, aber extrem steil ist es nie.
Schwierigkeit:Weg: mittel
Mittelschwer. Es geht nach dem Talgrund recht steil rauf, der Vorhügel ist bei hartem Schnee haklig, auch die Querung zum Grat kann bei hartem Schnee heikel sein, man muss einige Steilflanken queren und die Abfahrten sind alle steil (Stopselzieher im oberen Bereich um die 35 Prozent).

Einkehrmöglichkeit:

Rosengasse (Berggasthof):
ganzjährig geöffnet bis auf April und November. Von April-November Montag Ruhetag.
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Gasthof Rosengasse, 1088m


GPS-Wegpunkt:

N47 39.583 E12 03.256  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Zum Gasthof Rosengasse fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel

Mit dem Pkw:

Gasthof Rosengasse auf dem Sudelfeld.
Zum Tatzelwurm:
1) Über Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg, weiter nach Brannenburg, dort bei der Ampel geradeaus weiter Richtung Sudelfeld (Mautstraße).
2) Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf, Richtung Oberaudorf, von hier rechts abbiegen Richtung Niederaudorf. Nach einer Brücke links abbiegen in Richtung Tatzelwurm / Sudelfeld.
Nach dem Tatzelwurm bei der ersten großen Kehre und dem Hinweisschild "Rosengasse" links abbiegen und von dort aus ca. 2,5 Kilometer fahren.
Der große Parkplatz gehört zum Gasthaus Rosengasse. Deshalb sollte man nach der Wanderung auch dort einkehren. Etwas weiter unten befindet sich rechts (von der Auffahrt her gesehen) alternativ in kleiner Wanderparkplatz für die Allgemeinheit.
Im Winter oft nur mit Ketten befahrbar.


Ab Rosenheim: 30 Km / 0:45 Std
Ab München: 85 Km / 1:05 Std
Ab Bad Tölz: 60 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 100 Km / 1:15 Std


Mit dem Bike:

Von der Abzweigung zwischen Oberaudorf und Niederaudorf fährt man rund 600 Höhenmeter auf asphaltierter (öffentlicher) Straße.

Information:

Mit dem Wort "Rosengasse" wird auch eine anspruchsvolle Skiabfahrt im Sudelfeld-Gebiet verbunden. Der Startpunkt befindet sich oberhalb der Walleralm. Über 350 Höhenmeter rauscht man 1,4 Kilometer hinunter bis zum Gasthof Rosengasse.
Früher war die Rosengasse eine Gemeinschaftsalm von zwei Bauern. Sie wurde 1927 in die Untere und Obere Rosengasse (die ursprüngliche Rosengasse) aufgeteilt.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Gasthof Rosengasse, 1088m


Aufstieg:
Von der Rosengasse nach Süden in der Waldschneise aufsteigen (fast immer Spuren vorhanden), dann auf dem Ziehweg nach links zu den Rosengassenalmen. Anschließend weiter südlich in den hinteren Talgrund und dann am Waldrand nach links steil hinauf (bei schlechten Verhältnissen Lawinengefahr), und über einen kleinen Vorhügel in die Nordflanke des Steilnerjoches. Im oberen Teil der Nordflanke quert man zum Grat zwischen Steilner- und Untersbergerjoch hinüber (Harscheisen bei hartem Schnee hilfreich) - nur bei sicheren Verhältnissen! Dann immer auf dem langen Grat hinauf zum Untersbergerjoch und zum Großen Traithen.

Abfahrt:
Vom Traithengipfel über die Nordwestflanke (oft windverblasen) zum Sattel zwischen Kleinen und Großem Traithen, dann einige Meter nordöstlich hinunter zum "Stopselzieher" und über diese Steilabfahrt hinunter zur Rosengasse (in Falllinie geradeaus und nicht über das Plateau ausweichen - Wildschutzzone, siehe unten!).

Schönere Variante vom Traithengipfel:
Zurück zum Untersbergerjoch, dann die Nordflanke runter (den unteren Felsabbruch kann man östlich oder westlich umfahren), und 10 Minuten mit Fellen zur Stopselziehereinfahrt hinaufsteigen.

Skibergsteigen umweltfreundlich:
Der komplette Talkessel von den Rosengassenalmen rechts von der Aufstiegsspur Saugasse bis zur Abfahrt Stopselzieher ist eine Wildschutzzone und sollte in Aufstieg und Abfahrt vermieden werden. Bitte das DAV-Skitourenschild mit den Grat- und Kammverläufenam Beginn der Tour beachten!
Im Bereich Traithen-Jägerwand gibt es eine klare, von den Behörden festgelegte räumliche Abgrenzung über die erlaubten Wege: nur der sog. Stopselzieher und die Saugasse dürfen betreten werden, sowohl im Aufstieg als auch bei der Abfahrt. Deutliche Hinweisschilder gibt es unten bei der Rosengassenalm. Weitere Beschilderungen oben bei der Einfahrt wurden vor kurzem mutwillig entfernt, sodass vielen Skifahrern gar nicht bewusst ist, dass sie sich auf nicht erlaubtem Gelände befinden.


Pressebericht:

Lawinenunglück am 10.04.2006

Gegen 12.20 Uhr kam es am Großen Traithen zu einem Lawinenabgang, bei dem ein 38-jähriger Tourengeher aus Brannenburg schwer verletzt wurde.
Der Mann wollte nach Angaben der Polizei mit seiner Ehefrau vom Gipfelgrat in den Nordhang abfahren. Als er in den Hang einfuhr, löste sich plötzlich ein Schneebrett und riss ihn mit. Da der Tourengeher einen ABS-Rucksack bei sich hatte, gelang es ihm, auf dem Schneebrett mitzuschwimmen und nicht sofort verschüttet zu werden. Er wurde aber dennoch in dem steil abfallenden Gelände über mehrere Felsabbrüche mitgerissen. Als die Lawine endlich zum Stehen kam, blieb der Brannenburger schwer verletzt auf dem Lawinenkegel liegen.

Hierzu ein Ausschnitt aus dem Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum am 10.4.2006:
Lawinenwarnstufe 1. In den Vormittagsstunden herrschen noch allgemein lawinensichere Verhältnisse. Mit dem angekündigten Regen sind in der zweiten Tageshälfte vereinzelt Selbstauslösungen von Nassschneelawinen möglich, die am Boden abgleiten.
Daneben gibt es noch einzelne Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, oberhalb von 2000m im extremen schattseitigen Steilgelände. Hier ist bei großer Zusatzbelastung eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.
Je nach Umfang der angekündigten Niederschläge, kann die Lawinengefahr wieder ansteigen.

http://www.lawinenwarndienst-bayern.de


Flora und Fauna:

Bei dem Gebiet um die Jägerwand handelt es sich um ein sog. Wild–Wald–Schongebiet. Denn hier halten sich die streng geschützten Raufußhühner auf, die auf der „Roten Liste gefährdeter Tiere Bayerns“ stehen.
Warum streng geschützt? Im Winter besteht ihre Nahrung hauptsächlich aus Nadeln, Knospen und Beersträuchern. Diese finden sie in den schwach geneigten, südlich exponierten Hängen bei den Kammlagen, während sie sich tagsüber unter Sträuchern und Latschen in den nördlichen Bereichen auf der anderen Seite dieser Kammlagen aufhalten. Mehrfache Störungen führen zur Verhinderung von Nahrungsaufnahme, zur Schwächung der Tiere bis hin zum Tod durch Verhungern. Die Spielhahn, wie das Raufußhuhn auch genannt wird, hat in solchen Fällen keine Überlebenschance!
Bitte deshalb unbedingt die vorgegebenen Routenempfehlungen des Alpenvereins einhalten.


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte BY16
Bayerische Alpen Mangfallgebirge Ost: Wendelstein
von Alpenverein
Skiführer:Snowcard
von Engler, Martin
Skiführer:Rother Skiführer Bayerische Alpen
von Demmel, Robert und Schneider, Norbert
Bildband:Land unter dem Wendelstein
von Eberhard, Robert

Karte:

Ausschnitt aus "Alpenvereinskarte BY16".

Mit freundlicher Genehmigung vom Deutscher Alpenverein.



Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Wettervorhersage für Oberaudorf:


 Autor: Text und Fotos: Ernst   Profil von Ernst auf roBerge