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Hochplatte

»Vom Weißachtal über die Buchsteinhütte«


Die Hochplatte in den Tegernseer Berger zählt sicher nicht zu den Rennern unter den regionalen Skitouren. Insbesondere der über vier Kilometer lange Aufstieg bis zur Buchsteinhütte hält viele Wintersportler von dieser Winterbegehung ab. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist sie für den ambitionierten Skitouren- und Schneeschuhwanderer ein interessantes Ziel, da sie spektakuläre Blicke auf das Roß- und Buchsteinmassiv bietet. Der Gipfel befindet sich mitten im Zentrum der Berge zwischen Lenggries und Tegernsee, somit präsentiert sich von ihm der Rundumblick auf beliebte Ziele wie Seekarkreuz, Auer- und Ochsenkamp, Hirschberg, Fockenstein, Roß- und Buchstein und den Schönberg. Die Hütten der Roßsteinalm unterhalb des Gipfels eignen sich hervorragend für eine längere Brotzeitrast mit grandioser Fernsicht.

Die Hochplatte (Bildmitte) vom Seekarkreuz aus. Der hier beschriebene Aufstieg erfolgt auf diesem Bild hinter dem Gipfel.

Blick vom Gipfel des Roßstein auf die Gebäude der Roßstein-Alm und die Hochplatte.
Der Ostgrat, welcher vom Gipfel hinab verläuft, ist sehr gut zu erkennen.
Hinten links das Seekarkreuz.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Schneeschuh (mittel)  Skitour (mittel)  
Naturverträgliche Skitour Hinweise zum umweltfreundlichen Skibergsteigen
Erreichte Gipfel:Hochplatte 1592 m
Dauer (Stunden):Aufstieg 2,5 Std.
Lawinengefahr:Hangrichtung: Nord, Ost, Südost. Der Steilhang vor der Roßsteinalm sollte nur bei sehr sicheren Verhältnissen begangen werden. Auch die Steilhänge um den Gipfelbereich sind mit Vorsicht zu genießen (nur bei sehr sicheren Verhältnissen).
Beste Jahreszeit:Hochwinter
Touristinfo:Kreuth

Anforderung:

Höhenunterschied:790 m
Streckenlänge:Aufstieg ca. 7 km, davon die ersten drei Kilometer sehr flach (180 hm).
Schwierigkeit:Weg: mittel
Aufstieg zur Buchsteinhütte sowie die Gratwanderung vor dem Gipfel sehr leicht, nach der Buchsteinhütte und kurz vor der Roßsteinalm zwei schwierigere Steilhänge

Einkehrmöglichkeit:

Buchsteinhütte:ganzjährig bewirtschaftet. Montag Ruhetag

Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Startpunkt:

Parkplatz Winterstube an der B307, 834m


GPS-Wegpunkt:

N47 37.420 E11 42.738  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Die Eisenbahn fährt bis zum Bahnhof Tegernsee. Von dort aus fährt der RVO-Bus 9556 über Kreuth Richtung Achensee. Ausstieg direkt an der Haltestelle „Klamm Schwarzentenn / Königsalm“ beim Parkplatz Winterstube.

Mit dem Pkw:

Wir fahren auf der Autobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen oder Irschenberg, über Tegernsee auf der B307 in Richtung Achenpass. Der Parkplatz Winterstube befindet sich rechterhand ca. 2 km nach Wildbad Kreuth.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 60 Km / 1:00 Std
Ab München: 65 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 35 Km / 0:40 Std
Ab Salzburg: 130 Km / 1:35 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Winterstube an der B307, 834m


Aufstieg:
Vom Parkplatz Winterstube aus leitet uns ein breiter Wanderweg in Richtung Schwarzentennalm. Nach wenigen Minuten erreichen wir ein Gabelung; hier zweigt nach links über eine Brücke der Skiweg (Sommerweg) ab. Gelegentlich weist dieser an einigen Stellen meterlange Vereisungen durch seitwärts einmündende, gefrorene Rinnsale auf, was nach tagelangem starken Frost der Fall ist. Diese können schnell zu einem Abrutschen ins direkt darunter liegende Bachbett verursachen. Dann ist es günstiger, auf der breiten Forststraße zu bleiben. Natürlich ist der Aufstiegsweg auf der linken Seite des Schwarzenbaches schöner, denn die Forststraße ist stark von Rodlern und Wanderern frequentiert.
Nach gut 3 km leichten Aufstiegs (180 hm) erreichen wir ein freies Hochtal. Hier geht es geradeaus in 10 Minuten weiter zur Schwarzentennalm. Unser Weg verläuft aber links, dem Wegweiser zur Buchsteinhütte folgend. Diese erreichen wir nach einer weiteren guten Stunde, wobei mehrmals Skispuren die langen Serpentinen abkürzen. Falls wir immer auf der Forststraße bleiben, müssen wir uns bei zwei Weggabelungen jeweils rechts halten.
Bei der Buchsteinhütte endet die Forststraße, es geht nun westlich weiter durch ein kleines Waldstück und taleinwärts bis zu dem ersten steileren Hang. Nachdem wir diesen erklommen haben, halten wir die südwestliche Richtung bei und erreichen einen den Steilhang unterhalb der Roßsteinalm, den wir bei nicht stabilen Verhältnissen mit der nötigen Vorsicht angehen müssen. Oben wenden wir uns noch vor den Hütten der Roßsteinalm rechts und gelangen über den breiten Südostgrat zum Gipfel.

Abfahrt:
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

Abfahrtsvariante:
Nur bei sehr sicheren Verhältnissen kann man abfahren. Die Abfahrt führt zum ,

Abfahrtsvariante:
Eine weitere Variante führt uns erst zurück zu der Roßsteinalm, dann knapp 50 Höhenmeter hinauf in Richtung Roßstein.Bei dem Wegweiser führt dann ein Nordhang hinunter zum Aufstiegsweg etwas oberhalb der Buchsteinhütte. Über diese auf dem bekannten Weg zurück zum Parkplatz.

Wald-Wild-Schongebiet:
Bei der manchmal befahrenen Variante über den recht steilen Hang in nordwestlicher Richtung handelt sich um den sogenannten Besenreiserhang, der durch seinen Erlenbewuchs und seine Exposition ein ideales Winterhabitat für Birk- und Schneehuhn ist. Der Hang ist daher in der DAV-Karte BY 13 "Mangfallgebirge West, Tegernsee, Hirschberg" als Wald-Wild-Schongebiet gekennzeichnet. Die Variante sollte gemieden werden.
Falls allerdings dem Steilhang ausgewichen wird, kann im übrigen Richtung Gurnbach abgefahren werden (s. DAV-Karte). Diesem folgt man dann, bis die Forststraße erreicht wird, welche von der Schwarzentennalm heraufführt. Auf dieser Straße hinunter zur Alm und weiter in südlicher Richtung zum Parkplatz.


Literatur:

Skiführer:Bayerische Alpen zwischen Bad Tölz und Berchtesgaden
von Stadler, Markus
Skiführer:Rother Skiführer Bayerische Alpen
von Demmel, Robert und Schneider, Norbert

Karte:


GPS-Daten:

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