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Heuberg ab Nußdorf

»Die Runde über Haus und Euzenau«


Eine Mountainbike-Tour auf den beliebten Heuberg, allerdings über eine nicht so bekannte Strecke. Sie beginnt wie auf dem bekannteren Weg ebenfalls in Nußdorf, verläuft aber dann auf der Hauptstraße in Richtung Erl, um dann (noch vor Windshausen) über den Weiler "Haus" den Heuberg von Süden zu umrunden.

Bei Haus fällt der Kitzstein mit der darunter liegenden Höllwand auf. Ganz links Kundl und Backofen.

Wenige Meter vor dem Almgebiet.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Mountainbike (mittel)  
Dauer:Auffahrt: ca. 75 Minuten, Rückfahrt ca. 15 Minuten.
Fahrbahnbeschaffenheit:meist Asphalt, immer wieder durch Schotter unterbrochen, zwei kurze Schiebestrecken insgesamt ca. 450 Meter
Touristinfo:Nußdorf

Anforderung:

Höhenunterschied:Nußdorf 486 m, Heubergalmen 1080 m
insgesamt ca. 740 m incl. kleine Zwischenanstiege
Streckenlänge:ca. 4,5 Kilometer
Schwierigkeit:Weg: mittel
mittel. Zu Beginn etwas steil. Vor den Heubergalmen zwei kurze Schiebestrecken.

Einkehrmöglichkeit:

Lagler Hütte (Daffnerwaldalm):
im Sommer Dienstag bis Sonntag, im Winter Donnerstag bis Sonntag, während der Weihnachts- und Osterferien ist immer geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Deindlalm:
Von Ende Oktober bis Mitte Mai:
DI bis SA von 10 bis ca 23 Uhr, SO und Feiertag von 10 bis 18 Uhr
MO Ruhetag, Schulferien täglich geöffnet
Von Mitte Mai bis Ende Oktober: täglich geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Gemeindeparkplatz Am Steinbach, 480m


GPS-Wegpunkt:

N47 44.623 E12 09.369  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Für umweltbewusste Bergwanderer ist Nußdorf insbesondere am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur bedingt erreichbar.
Mit der Bahn kann man über Rosenheim oder Kufstein bis nach Brannenburg fahren. Von hier aus gelangt man mit dem Bus weiter bis nach Nußdorf.
Nur an Werktagen fährt der RVO-Bus 9490 von Rosenheim-Bhf. nach Nußdorf a. Inn.

Mit dem Pkw:

Über die A8 München-Inntaldreieck/Salzburg und die A93 Inntaldreieck-Kufstein/Innsbruck bis zur Ausfahrt Brannenburg fahren und auf der St2359 weiter in östl. Richtung über den angestauten Inn bis nach Nußdorf. Hier zentral in der Ortschaft links nach Neubeuern/Rohrdorf abbiegen und unmittelbar darauf in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.
Alternativ die A8 Salzburg-München bei der Ausfahrt Rohrdorf verlassen und auf der St2359 in südl. Richtung durch Neubeuern (historischer Ortskern) fahren und etwas nach dem Nußdorfer Ortsschild in den Wanderparkplatz „Am Steinbach“.


Ab Rosenheim: 15 Km / 0:25 Std
Ab München: 80 Km / 0:45 Std
Ab Bad Tölz: 60 Km / 0:55 Std
Ab Salzburg: 85 Km / 1:28 Std


Mit dem Bike:

Sportliche Rosenheimer/innen können über Happing, dem Inndamm am Neubeurer See vorbei und entlang des Steinbachs an ihren Ausgangspunkt nach Nußdorf an Inn radeln (ca. 1 Std.).

Information:

Direkt gegenüber des zentralen Parkplatzes beginnt in östlicher Richtung ein im weiteren Verlauf für den öffentlichen Verkehr gesperrtes Sträßchen, das durch das romantische Mühltal führt. Im Mühltal befinden sich Abgrabungen und Höhlen, in denen früher „Gips-Gestein“ gewonnen wurde, das nach dem Brennen in den vom Steinbach betriebenen Gipsmühlen zerrieben wurde. Für Barock- und Rokokobauten war der Nußdorfer Gips bis nach Ungarn ein gefragtes Baumaterial. Etwa in der Mitte des Mühltalwegs liegt der Weiler Mühlthal mit der 550-jährigen Getreidemühle Müller, dessen Wasserrad heute wieder in steter Bewegung ist. Diese ist auch Teil des Geschichtspfads „Der Mühlenweg“, der in 18 Stationen einen Einblick in die Heimat- und Technikgeschichte von Nußdorf gibt und für den im Sommerhalbjahr regelmäßige Führungen angeboten werden (Info s. Verkehrsamt Nußdorf am Inn). Die zum Vermahlen von Getreide und Gestein benötigten Mühlsteine kamen aus den heute historischen Steinbrüchen bei Neubeuern (Hinterhör) und Brannenburg (Biber).
Weiterführende Links: Mühlenweg / Führungen

Mariä Heimsuchung und Einsiedelei Kirchwald
Als bedeutendstes kirchliches Bauwerk im Gemeindebereich von Nußdorf darf die barocke Wallfahrtskirche im Ensemble mit der heute noch bewohnten Einsiedelei Kirchwald bezeichnet werden. Im Jahr 1644 schuf sich ein mit einem Gnadenbild aus Rom zurückkehrender Pilger eine Klause in einer Felsenhöhle unterhalb der heutigen Kirche. Eine neben der "Quarantan" austretende Wasserquelle hatte heilende Wirkung und schon bald entwickelte sich eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte. Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet.
Bedeutung hatte die Einsiedelei in früheren Jahrhunderten als Schule für Nußdorf. Die Kinder mussten über viele Jahre den steilen Weg in die Klause zum Unterricht antreten.
Link zur Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Gemeindeparkplatz Am Steinbach, 480m


Vom Gemeindeparkplatz aus fahren wir über die Brücke und an der Hauptstraße in Richtung Erl. Nach ca. 3,3 Kilometer und einem kleinen Zwischenanstieg biegen wir links ab in Richtung "Haus". In diesem Weiler bleiben wir kurz auf der Hauptstraße (geradeaus) und biegen dann links ab, auf asphaltierter Straße den Berg hinauf (Wegweiser: Buchberg-Euzenau, Heuberg). Einige hundert Meter nach Ende von "Haus" befinden wir uns auch schon auf einer der steilsten Steigungen dieser Tour. Wenn wir das erste Mal den Wald verlassen, haben wir schon einen schönen Blick auf das Kranzhorn. Auf ca. 7,5 km wechselt der Straßenbelag von Asphalt auf Schotter und wir erreichen die Euzenau. Wir biegen aber bei der Kreuzung gleich links ab (siehe Foto).
Gleich danach überqueren wir den Euzenaubach, siehe Foto. Vorsicht: Absteigen und den Steg benutzen, nicht durchfahren - das Bachbett ist glitschig und hat schon manche Stürze verursacht! Es geht den Schotterweg hinauf. Oben geradeaus weiterfahren; nach einer Linksabbiegung beginnt eine ca. 450 Meter lange Schiebestrecke (siehe Foto). Nun gibt es mehrere Abzweigungen, wobei wir immer auf dem Hauptweg bleiben (er ist an den Bäumen bunt bemalt). Dann wird es wieder flacher, wir stoßen auf eine Schranke und sehen dann schon die Heubergalmen vor uns. Man kann bei zwei Almen einkehren. Die erste ist die Laglerhütte, die zweite die Deindlalm.
Wer noch etwas weiter wandern bzw. klettern will, lässt das Bike stehen, geht über die Almwiesen hinauf zur Wasserwand und gelangt über den kleinen Klettersteig zum Gipfel. Auf entsprechendes Schuhwerk achten!

Abfahrt: Nach einer Brotzeit geht es weiter auf der Forststraße in nördlicher Richtung zurück in Richtung Nußdorf, vorbei an der Einsiedelei Kirchwald. In Nußdorf angekommen, verläuft der Weg nach Westen bis wir die Hauptstraße erreichen, in die wir rechts einbiegen. Auf der Straße gelangen wir in wenigen Minuten zurück zum Wanderparkplatz.


Flora und Fauna:

Im Frühjahr, gleich nach der Schneeschmelze, bezaubern bei den Heubergalmen die vielen Tausend Krokusse.


Literatur:

Karte:Alpenvereinskarte BY17
Chiemgauer Alpen West: Hochries, Geigelstein
von Alpenverein
Mountainbike-Führer:Moser Bike Guide Band 4 - Chiemgauer Alpen, Berchtesgaden
von Moser, Elmar
Bildband:Chiemgauer Alpen
Wasser - Moore - Wälder - Felsen
von Zebhauser, Helmuth

GPS-Daten:

Diese GPS-Datei hat als Start- und Endpunkt den Parkplatz am Südende von Nußdorf (direkt an der Hauptstraße in Richtung Erl).

Um die Kartenansicht (Karte, Satellit, Gelände, etc.) zu wechseln, bitte auf der Karte oben rechts den entsprechende Menüpunkt auswählen. Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.

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 Autor: Reinhard Rolle   Autorenportrait