Bildinfo


roBerge.de

Hoher Riffler

»ab Schlegeisspeicher im Zamser Grund«


Der Tuxer Kamm prägt zusammen mit dem Zillertaler Hauptkamm das Bild der Zillertaler Alpen. Er ist ca. 33 Kilometer lang und zieht von Sterzing bis nach Mayerhofen in nordöstlicher Richtung. In seinem mittleren Teil befinden sich mächtige Fels- und Eisgipfel: Höchster Berg ist der Olperer, weitere bekannte Namen sind der Schrammacher, die Gefrorene-Wand-Spitzen, der Hohe Riffler und die Realspitze. Alle genannten Gipfel sind über 3000 Meter hoch.

Die Erstbesteigung des Hohen Riffler erfolgte aufgrund der Landesvermessung. Als breiter Klotz befindet er sich am äußersten Ende des Tuxer Tals. An seiner Westflanke lagert das Schwarzbrunnerkees, an seiner Nordostflanke das stattliche Federbettkees. Von seinem Gipfel aus hat man einen schönen Blick auf den unteren Teil des Tuxer Gletscherskigebiets, die Gefrorene Wandspitzen und auf den Olperer.

Die hier vorgestellte Rundtour erfolgt im Aufstieg ohne Gletscherberührung über den Südostgrat und streift beim Abstieg das Federbettkees und das Schwarzbrunnerkees.

Der Hohe Riffler ist einer der mächtigen Gipfel des Tuxer Hauptkamms. Standort des Fotografen ist die Gefrorene-Wandspitze.
In der Mitte des Verbindungsgrades (dunkler Abschnitt) befindet sich die Friesenbergscharte.
Rechts unten sieht man ganz klein den Friesenbergersee.

Die Gefrorene-Wand-Spitzen und Olperer: Blick auf den Grat, der vom Riffler bis hin zu den Gefrorene-Wand-Spitzen reicht


Kurzinfo:

Region:Zillertaler Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Andere Bergsportarten:Skitour:
Die beschriebene Strecke ist zum Tourengehen weniger geeignet, da es zum Gipfel hin große Felsblöcke gibt. Jedoch gibt es den ganzen Winter hindurch eine sehr lohnende Skitourenmöglichkeit. Sie beginnt ab der Sommerbergalm, Spannagelhaus bzw. Tuxer-Ferner-Haus, führt weiter zwischen Felsblöcke eines Steilhangs im östlichen Abschnitt des Gefrorene-Wand-Kees, unter der Nordwestflanke des Hohen Rifflers, auf das westliche Ende des Federbettkees und von dort bis hin zum Gipfel.
Höhenunterschied aufwärts 600 m (2 Std.), abwärts bis nach Hintertux 1600 m.
zur Tourenbeschreibung
Erreichte Gipfel:Hoher Riffler 3231 m
Petersköpfl 2679 m
Dauer:Parkplatz - Friesenberghaus 1,5 Stunden
Friesenberghaus - Gipfel 2 Stunden
Hoher Riffler - Friesenbergscharte 1 Stunde
Friesenbergscharte - Friesenberghaus 1 Stunde
Friesenberghaus - Parkplatz 1,5 Stunden
Gesamtgehzeit ca. 7 - 7,5 Stunden, bei Schnee länger
Beste Jahreszeit:Juli bis September, auch im Sommer oft Schnee!
Touristinfo:Zillertal

Anforderung:

Höhenunterschied:Schlegeis-Stausee / Dominikushütte: 1805 m
Friesenberghaus: 2497 m
Wesendlekarschneide 2648 m
Petersköpfl 2677 m
Hoher Riffler: 3231 m (3228 m?)
Friesenbergscharte 2904 m
Gesamter Höhenunterschied ca. 1460 m
Schwierigkeit:schwer
gute Kondition erfordernd
bis zum Friesenberghaus leicht
danach zum Gipfel hin schwer (teilweise UIAA 1), nur für Geübte, Vorsicht bei Neuschnee
Hunde:für Hunde nicht geeignet, zuviele Platten unterhalb des Gipfels

Einkehrmöglichkeit:

Dominikushütte (Neue), Gasthof:
Wintersaison geschlossen, Sommersaison Mitte Mai bis Ende Oktober
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Friesenberghaus:
geöffnet von Mitte Juni bis Ende September
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplätze am Schlegeis-Speicher, 1805m


GPS-Wegpunkt:

N47 02.422 E11 42.204  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit dem Zug bis nach Mayrhofen im Zillertal. Von hier (z.B. Bahnhof, Penkenbahn) mit der Buslinie "Christophorus" über Ginzling nach Breitlahner und Schlegeis Stausee. Info: www.christophorus.at

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Wiesing /Zillertal. Im Zillertal über die B169 bis nach Mayrhofen, von dort ist die Auffahrt Richtung Schlegeis auf der Schlegeis-Alpenstraße über Hochsteg und Ginzling bis zum Ghs. Breitlahner ganzjährig möglich. Ab Breitlahner Mautpflicht bis zu den Parkplätzen am Stausee. Der erste Parkplatz, direkt nach dem letzten Tunnel, ist geeignet für Touren in Richtung Friesenberghaus, die hinteren beiden Parkplätze für Touren Richtung Olperer, Pfitscher Joch und Furtschaglhaus.
Fahrtzeit vom Inntaldreieck ca. 2 Stunden.

Den einspurigen Harpfnerwandtunnel (Wartezeit) umfährt man seit dem Ausbau der Straße besser durch Dornauberg-Schlucht, falls die Ampel rot zeigt. Die Weiterfahrt über die Mautstraße zum Schlegeisspeicher ist erst ab der zweiten Maihälfte möglich (Schranke). Für den ersten, einspurigen Abschnitt durch die Tunnelstrecke gibt es eine Ampelregelung. Wer vor der Öffnung der Mautstelle (6 Uhr) auffährt, kann per Knopfdruck Grün bestellen.


Ab Rosenheim: 125 Km / 1:35 Std
Ab München: 175 Km / 1:55 Std
Ab Bad Tölz: 105 Km / 1:35 Std
Ab Salzburg: 195 Km / 0:30 Std


Mit dem Bike:

Die Mautstraße wird ganzjährig der für den Werksverkehr offengehalten, so daß fast immer ein Auffahrt mit dem MTB auf eigene Gefahr möglich ist.
Die Auffahrt ab dem Zillertal bis zum Schlegeisspeicher ist bei Bikern beliebt, bildet sie doch einen Teil der Überschreitung des Alpenhauptkamms über das Pfitscher Joch. Der Abschnitt weist ab Finkenberg bis zum Pfitscher Joch eine Entfernung von 35 Kilometer und 1437 Höhenmeter auf (bis zum Schlegeisspeicher: 30 km, 970 Höhenmeter).

Information:

Die Schlegeis-Staumauer ist 725 Meter lang und 131 Meter hoch. Im Bergrestaurant beim vorderen Parkplatz gibt es Informationen über Führungen in die Mauer (im Sommer stündlich). Dabei erhält man auch interessante Informationen über die Stromerzeugung aus Wasserkraft, über den Naturraum der Zillertaler Alpen und über Wanderungen rund um den Stausee Schlegeis.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplätze am Schlegeis-Speicher, 1805m


Aufstieg:
Ab dem großen Parkplatz am Schlegeisspeicher im Zamser Grund nach Westen (beschildert) in Serpentinen aufwärts, dann nach Norden auf Weg Nr. 532 über den Falschseitenbach, Friesenbergalm, Lapenbach und Lapenkar rechts durch den Talkessel hinauf. Das bewirtschaftete Friesenberghaus des DAV Berlin ist schon von weit unten sichtbar. Es liegt oberhalb vom Friesenbergsee und ist eine Station des Berliner Höhenwegs (DAV-Berlin).
Ab hier nordöstlich zum Sattel im Norden der Wesendlekarschneide. Hier links wenden auf den breiten Rücken, der vom Gipfel hinunterzieht. Auf diesem Rücken über große Felsblöcke in leichter bis mittlerer Blockkletterei (gel. UIAA 1), teilweise über Schneefelder, hinauf zu einem kleinen Grat und über einen Vorgipfel zum Gipfel. Markierung teilweise rot-weiß oder durch Steinmännchen.

Abstieg zum Friesenberghaus:
Wie Aufstieg

Abstiegsvariante zum Friesenberghaus:
Vom Gipfel aus nördlich hinunter über das westliche Ende des flachen Federbettkees und links hinab (Richtung Westen) zum Schwarzbrunnerkees. An dessen obersten Bereich an einigen Spalten vorbei zur Friesenbergscharte. Hier befindet sich ein schmaler Übergang, von welchem man zuerst in leichter Kletterei (1, durch Drahtseile gesichert), dann in steiler Schrofen und Serpentinen hinunter zum Friesenberghaus gelangt. Von dort auf dem Aufstiegsweg hinunter zum Schlegeisspeicher.

Aufstiegsvarianten:über Tuxer-Ferner-Haus (2660 m) und Federbettkees über den den Kleinen Riffler


Geologie:

Der Hohe Riffler besteht hauptsächlich aus Granitgneis (Zentralgneis des Zillertaler Kerns) und Gesteinen der Tauernschieferhülle


Literatur:

Wanderführer:Wandern zu Bergseen in Tirol
von Hundertpfund, Alexander
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen
Täler, Hütten und Berge
von Klier, Heinrich, Henriette und Walter
Bildband:Zillertaler Alpen
von Ritschel, Bernd (Editor) und Heller, Horst (Illustrator)

Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Panorama:


Ins Bild klicken zur Panorama Ansicht

Wettervorhersage für Hintertux: