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Giessenbachklamm

»Naturschauspiel Vordere Gießenbachklamm«


Eine schöne und leichte Familientour durch eine wildromantische, kühlfeuchte Klamm, mit sehr leichter Klettersteigvariante. Eigentlich keine Bergtour, sondernmehr eine naturkundliche Wanderung. Die Klamm ist eingeschlossen von Reinhardsberg und Trainsjoch.

Um die Licht-Schatten-Spiele zum besten Zeitpunkt zu sehen, sollte man die Wanderung in den späten Vormittagsstunden beginnen. Besonders beeindruckend nach Regentagen wegen des hohen Wasserstandes. Die Gießenbachklamm wird auf dieser Tourenbeschreibung bachaufwärts durchquert.

Am Eingang der Klamm.

Beeindruckender Blick in die Tiefe.


Kurzinfo:

Region:Bayerische Voralpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Andere Bergsportarten:Winterwanderung: Der Weg durch die Klamm ist bei größeren Schneemengen gesperrt.
Klettern / Eisklettern: Für Steileisfreaks und die es noch werden wollen bietet sich hier die Möglichkeit, gut gesichert einmal einen Frontalzackentanz zu wagen. Auch wer keine Eisausrüstung besitzt kann mitmachen, indem er sich am besten an die örtliche DAV-Sektion wendet.
Dauer:Die Durchquerung der Klamm selbst dauert eine knappe halbe Stunde.Gesamtgehzeit ca. 3,5 - 4 Stunden
Touristinfo:Kiefersfelden

Anforderung:

Höhenunterschied:Kiefersfelden: 506 m
Vordere Klamm 600 m
Schopperalm 660 m
Einmündung Gießenbachstraße 670 m
Gießenbachhütte 857 m
Höhenunterschied insgesamt 351 m
Schwierigkeit:Weg: mittel
Schwierigkeit: leichte Forststraße verbunden mit Stufen und einem gesichertem kleinen Steig in der Klamm. Etwas trittsicher sollte man sein.

Einkehrmöglichkeit:

Gießenbachhütte (Naturfreundehaus):
selten geöffnet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz Bleier Sag/Gießenbachklamm, 520m


GPS-Wegpunkt:

N47 36.721 E12 08.816  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Kiefersfelden. Vom Bahnhof aus zu Fuß ca. 40 Minuten bis zur Firma Meditrade (in Richtung Breitenau gehen).

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Kiefersfelden. Nach der Autobahnausfahrt in Kiefersfelden bei der großen Kreuzung erst links, kurz darauf rechts in die Thierseestraße einbiegen (Richtung "Meditrade") und ca. 3,5 Kilometer fahren bis hinter das Kieswerk zum Parkplatz bei der Brücke oder der Bleier-Säge (unübersehbar durch das große Wasserrad).


Ab Rosenheim: 35 Km / 0:30 Std
Ab München: 85 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 70 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 110 Km / 1:10 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz Bleier Sag/Gießenbachklamm, 520m


Parkplatz - Klammsteg - 20 Min.:
Der Weg beginnt rechts vor der Brücke, direkt an der Bleier Sag mit dem sieben Meter hohen Wasserrrad, das sein Wasser aus dem Gießenbach bezieht. Nach einigen Minuten links über den Gießenbach, man erreicht man das kleine E-Werk, das man rechts liegen lässt. Hier beginnt der anstrengendste Teil der Tour, die Stufen hinauf zum Beginn des Steigs.

Vordere Gießenbachklamm - 20 Min.:
Die wildromantische Wanderung durch den kühlfeuchten Durchbruch des Gießenbaches beginnt nach Überwindung der Treppen. Der Steig ist gut gesichert. Da man immer wieder den Einblick in die tief und sehr eng eingeschnittene Schlucht nimmt, dauert die Durchquerung meist etwas länger. Die Vordere Gießenbachklamm ist bei Ereichen des Stauwehrs, wo man die Sachsbrücke überquert, beendet.

Stauwehr - Gießenbachhaus 1 Std. - 257 Hm:
Nach überqueren des Wehrs oberhalb der Klamm führt der Weg einfach und ohne Schwierigkeiten durch das Gießenbachtal. Erfreulicherweise führt in dem sich nun öffnenden Tal der Weg an zahlreichen Picknickplätzen vorbei. Viele liegen unmittelbar am Bachlauf und laden zu einer längeren Pause ein. Anschließend führt der Weg an der Schopperalm vorbei, wo man das erste mal einkehren kann. Auf dem Fahrweg geht es weiter in das Tal hinein. Will man die Tour halbieren, so kann man mit dem Fahrzeug sogar bis zum Parkplatz an der Karrersäg, etwa auf halber Strecke fahren. Schließlich kommen wir durch die wenig spektakuläre hintere Gießenbachklamm und drehen am Naturfreundehaus um. Wer noch höher hinaus will, kann hier auf einem steilen Pfad den Brünnstein (1619 m) oder zumindest das Brünnsteinhaus erklimmen.


Sehenswertes::

Am Eingang zur Klamm befindet sich eines der größten Wasserräder Europas. Mit sieben Metern Durchmesser, 2 Metern Breite und gänzlich aus Holz liefert es bei 4 Umdrehungen pro Minute ca. 20 kw Strom.
Nach Überquerung der Holzbrücke am Ende der Klamm kann man einen Abstecher zur Schopperalm machen. Der Rundwanderweg (ca. 2 Std.) führt über das Gehöft Trojer (ca. 500 v. Chr. gegründet), von dem man einen herrlichen Ausblick ins Inntal hat.


Flora und Fauna:

Sehr beachtenswert ist die Pflanzenwelt entlang und in der Schlucht, z.B. Pflanzen mit unterschiedlichem Temperaturverhalten, d.h. kälteresistentere Arten weiter unten statt oben wie normal. Zum Beispiel das Alpen-Fettkraut direkt am Schluchteingang (hinter dem kleinen E-Werk rechts in die Schlucht kraxeln). Einzelne Frauenschuh-Vorkommen (nicht pflücken, Rote Liste, außerdem sind hier in der Klamm gerade bei diesem Versuch schon ein paar Menschen zu Tode gestürzt). Oberhalb der Klamm, vor der Schopperalm, kleinräumige Kalk-Kleinseggenriede mit Mehlprimel, Minzen und Schachtelhalmen.


Literatur:

Karte:Umgebungskarte UK50-53 Mangfallgebirge
Rosenheim - Bayrischzell - Inntal - Tegernsee - Schliersee
Wanderführer:Familienwandern in den Münchner Hausbergen - Neue Tipps
von Kleemann, Margit und Michael
Bildband:Land unter dem Wendelstein
von Eberhard, Robert
Wanderführer:erinnern – entdecken – erforschen
Geschichten & Exkursionen westlich vom Inn – Band 1
von Walter, Christian

Galerie:

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Diashow:


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