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Bettlersteig - Gamskogel

»Vom Brentenjoch nach Hinterbärenbad«


Dies eine zwar lange, aber nicht zu schwere und dafür abwechslungsreiche Wanderung mit wenig Höhenunterschied. Sie wirkt manchmal recht einsam und verlassen. Andere Wanderer trifft man. z.B. im Vergleich zum gegenüberliegenden Weg Pfandlhof - Hinterbärenbad recht selten. Die Tour ist auch eine gute Ausgangsbasis für eine Übernachtung in Hinterbärenbad.

Der Bettlersteig führt von der Kaindlhütte nach Hinterbärenbad an der Nordseite des Wilden Kaisers, vom Fuß des Scheffauer unter den Hackenköpfen vorbei bis unterhalb des Sonnecks. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich, der Steig durchquert zwei größere Schluchten und mehrere Bäche, Wechsel zwischen steilen Passagen und geraden Strecken, mit bquemen Treppchen, ein paar Eisenbügel und einer kleinen Leiter, sehr wenig Fels und Gestein, meist durch Mischwald und Farn.


Kurzinfo:

Region:Kaisergebirge
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Erreichte Gipfel:Gamskogel 1440 m (zusätzlich möglich)
Dauer:Kufstein - Bergstation ca. 2 Stunden oder Sessellift ca. 20 Minuten
Brentenjoch (Bergstation) - Kaindlhütte ca. 50 Min.
Kaindlhütte - Hinterbärenbad ca. 2 Stunden
Hinterbärenbad - Gamskogel ca. 1 1/2 bis 2 Stunden
Gamskogel - Brentenjoch ca. 45 Minuten
Gesamtgehzeit ca. 5 bis 6 Stunden (mit Liftbenutzung)
Gesamtgehzeit ca. 7 bis 8 Stunden (ohne Liftbenutzung), falls der Gamskogel bestiegen wird, zusätzlich ca. 40 Minuten.
Touristinfo:Kufstein

Anforderung:

Höhenunterschied:Abstieg von Brentenjoch bis hinauf zur Kaindlhütte 214 Höhenmeter
Während des Steiges zwei Passagen mit ca. 200 m Höhenunterschied, dazwischen kleinere Erhöhungen.
Aufstieg zum Gamskogel ca. 150 bis 200 m Höhenunterschied
insgesamt ca 490 Meter
Schwierigkeit:Weg: mittel
meist recht leicht, teilweise Trittsicherheit erforderlich, zweimal längere Anstiege über Treppen, eine kurze, mit Drahtseil gesicherte Strecke und eine kleine Leiter über einen Bach. Insgesamt nicht schwer.

Einkehrmöglichkeit:

Brentenjoch-Alm:
Ende Mai bis ca. 20.9. - je nachdem wie das Wochenende fällt, kein Ruhetag
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Weinbergerhaus:
geöffnet Mitte Dez. - Mitte April und Anfang Mai - bis Nov., kein Ruhetag, im Winter durchgehend geöffnet, Übernachtung möglich.
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Enzian (Berghof Enzian):
Ab 1.2.2007 geöffnet, kein Ruhetag
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Pfandlhof:
Donnerstag Ruhetag. 2016: bis 4.02.2016 geschlossen.
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Kaindlhütte:
1.5 - 1.11. geöffnet, kein Ruhetag
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Anton-Karg-Haus (Hinterbärenbad):
1. Mai bis Mitte Oktober, kein Ruhetag
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Kufstein-Kaiserlift, 508m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.408 E12 11.142  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Kufstein fahren. Dann zu Fuß in nordöstlicher Richtung (40 Minuten vom Bahnhof) oder mit dem Postbus.

Mit dem Pkw:

In Kufstein an der Talstation des Kaiser-Sessellifts. Autobahnausfahrt Kufstein-Nord, von dort in die Stadtmitte und der Beschilderung folgen.
Weinbergerhaus/Brentenjoch:
Wer nicht die Aufstiegshilfe (Sessellift) benutzen will, muss mit einer zusätzlichen Aufstiegszeit von ca. 1,5 - 2 Stunden rechnen. Fahrtbeginn erst ab 9 Uhr. Höhe: Tal 510 m, Brentenjoch 1204 m. Wichtig: Der Kaiserlift ist im Winter geschlossen, auch an den Wochenenden.


Ab Rosenheim: 40 Km / 0:35 Std
Ab München: 90 Km / 1:00 Std
Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:00 Std
Ab Salzburg: 110 Km / 1:05 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

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Tourenbeschreibung:

Kufstein-Kaiserlift, 508m


Kufstein - Brentenjoch (Sessellift) Brentenjoch - Kaindlhütte:
Schotterstraße, leicht, 50 Min., 24 Höhenmeter. Die Kaindlhütte liegt in dem malerischen Dorf Steinberg direkt am Fuß der beliebten Nordwand des Scheffauers, des westlichsten Zweitausender des Kaisergebirges. Sie wird gern über den Widauersteig bestiegen.

Kaindlhütte - Einstieg Bettlersteig:
ab Kaindlhütte in östlicher Richtung ca. 50 Meter Steigung, leicht, 30 Minuten, zuerst über Almwiesen, der Steig beginnt auf dem Ansensattel (1371 m) zwischen Brandkogel (links) und den Hackenköpfen (rechts)

Einstieg Bettlersteig - Straßwalch-Jagdhütte:
gleich zu Beginn Durchquerung einer Schlucht, teils recht steil hinunter, vielfach auf Treppen. Eine kurze Passage mit Drahtseil gesichert. Nach Durchquerung des Grabens und Umgehung mehrerer Geländeeinschnitte wieder hinauf zum nächsten Sattel, wo bald die Jagdhütte Straßwalch auftaucht. Hier unter einem Baum Gelegenheit zur Brotzeit, bei der Hütte gibt es einen Brunnen mit Trinkwasser.

Straßwalch-Jagdhütte - Hinterbärenbad:
sehr abwechslungsreich, Schluchten, Bachüberquerungen, Waldwege. Oberhalb der Jagdhütte liegt die mächtige Straßwalchschlucht (mit 800 Höhenmeter höchste des Kaisergebirges) mit einer schweren Kletterei von 700 Höhenmeter. Hier ist im Jahr 1920 der Erschließer der heute üblichen Route an der Predigtstuhl-Nordkante, Hans Matejak, tödlich abgestürzt. Weiter auf bequemen Waldwegen. Von rechts mündet bald der Güttlersteig hinunter, der auf das Sonneck führt. Ab hier noch 30 Minuten nach Hinterbärenbad. Danach Durchquerung einiger Bäche, der Steig ist gut ausgebaut.

Hinterbärenbad - Gamskogel:
wieder zurück bis zum Einstieg des Bettlersteigs, nach diesem zuerst hoher Anstieg, dann meist gerade, zum Gamskogelgipfel hin und wieder kleinerer Anstieg

Gamskogel - Brentenjoch:
Bergpfad bergab, etwas steinig.

Rückweg-Alternative
Wer den Rückweg gemächlicher haben will: von Hinterbärenbad über die Kaisertalstraße, gerade Strasse mit leichtem Gefälle. Abstieg über die Sparchenstiege. Zum Parkplatz Kaiserlift ca. 10 Minuten auf der Hauptstraße.


Flora und Fauna:

Gleich zu Beginn des eigentlichen Bettlersteiges (nach der Alm ca. 15 Minuten oberhalb der Kaindlhütte) steht ein kleines Hinweisschild auf den räuberischen Steinkriecher. Diese Hundertfüßlerart kann äußerst schnell flüchten, mit seinen 15 Beinpaaren rückwärts gehen und ist nur mit großem Geschick zu erbeuten.
Weberknechte, sie kommen nur in den Nördlichen Kalkalpen vor. Sehr oft sieht auf dieser Tour auch den Schwalbenwurz-Enzian und die Bergflockenblume. Auf den flachen Wegstrecken des Steigs wachsen zwischen den Farnen viele Himbeerstauden.
Leider gibt es sie hier nicht mehr: die Bären. Aber dass es sie gab, das beweisen die vielen Name; Bärnstatt, Bärental, Hinterbärenbad usw. In der Tischoferhöhle fand man die Überreste vieler Bären.



Karte:



Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:


Sagen, Mythen und Wahrheiten:

Nach alten Überlieferungen haben sich früher in Hinterbärenbad die Bären im Sparchenbach ihren Hintern gebadet. Daher stammt auch der Name des Weilers.


Der Teufelswurz-Garten in Hinterbärenbad

Oberhalb des Anton-Karg-Hauses befindet sich des Teufels „Teufelswurz-Garten“. Die Sage berichtet: „Willst Du aber dort für Dich das rechte Kräutlein finden, so darfst Du nicht furchtsam sein und musst es ganz allein um 12 Uhr bei der Nacht da suchen; denn dahin hat den Teufel einmal ein verleibter Bursche in seinem Schmerz um sein krankes Diandl beschworen, damit er ihm hier ein Kräutlein wachsen lasse, mit dem er sie wieder gesund machen könne. Er hat dem Teufel dafür seine Seele verschrieben und muss jetzt dort den Gärtner machen, bis ihn ein anderer durch das Holen eines solchen Wunderkräutleins ablöst.“


Wettervorhersage für Kufstein: