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Stempeljoch und Pfeishütte

»Stille Wanderung durch das imposante Halltal«


 Autor: Reinhard Rolle   Autoreninfo

Die Tour ist lang und kurzzeitig schwer, aber landschaftlich abwechslungsreich und sehr reizvoll. Sie führt durch das wildromantische Halltal mit dem grünen Issanger, gefolgt von dem großen Geröllfeld, der Stempelreisse, unterhalb des Stempeljochs. Auf dem Joch gibt es einen tollen Blick auf die nahen Karwendelgrößen und die fernen Gebirge wie Stubaier Alpen oder Wetterstein. Den Abschluß zur Pfeishütte bildet der 40-minütige Abstieg durch das grüne Samertal. Wer Zeit hat, sollte einen mehrtägigen Aufenthalt auf der gastlichen Pfeishütte einplanen - denn Gipfelziele gibt es hier zur Genüge.
Da das Halltal inzwischen für den öffentlichen PKW-Verkehr gesperrt ist, sollte man versuchen, für den untersten Bereich beim Auf- und Abstieg das Halltal-Taxi zu benutzen (Link siehe “Startpunkt”).

Das Stempeljoch von Norden ... (Standort Lafatscher Joch)

... und von Süden (Standort Nähe Mandlscharte)


Kurzinfo:

Region:Karwendel
Tourenart:Bergtour (schwer) Bergtour (schwer)  
Dauer (Stunden):ca. 7,5 bis 8 Stunden ohne Benutzung des Halltal-Taxis ca. 6- 6,5 Stunden mit Nutzung des Halltal-Taxis (Fahrtzeiten beachten, siehe "Tourenplaner" unter "Startpunkt")
Kinder:für Kinder aufgrund der Länge ungeeignet
Kinderwagen geeignet:Nein
Hunde:nur für größere Hunde mit Bergerfahrung
Beste Jahreszeit:Juni bis September
Touristinfo:Hall

Anforderung:

Höhenunterschied:1300 hm mit Benutzung Halltal-Taxi, ca. 1800 hm ohne Benutzung Halltal-Taxi
Streckenlänge:13 km
Schwierigkeit:Im südlichen Bereich des Stempeljochs schwer (steiles Geröllfeld), ansonsten teilweise steinige Bergwege und Forststraßen.
Weg:schwer

Einkehrmöglichkeit:

Pfeishütte:Mitte Juni - Mitte Oktober

Startpunkt:

Bettelwurfhütte-Parkplatz, 780m


GPS-Wegpunkt:

N47 18.487 E11 31.132  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis zum Bahnhof Hall.
Von dort auf dem Fußweg zur Bushaltestelle Linie D „Patergraben“ (Kathreinstraße) Richtung Innsbruck, Ausstieg in Absam Haltestelle „Absam Dorf“, Umstieg an der gegenüberliegenden Straßeseite in Linie E Richtung Absam-Eichat, Ausstieg in Absam-Eichat Haltestelle „Bettelwurfsiedlung“. Von hier in wenigen Minuten Fußweg zum Parkplatz Eingang Halltal.

Regelmäßig fährt auch die Buslinie 8370 (Start in Innsbruck) vom Unteren Stadtplatz aus. Dieser befindet sich nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt. Ausstieg dann bei der Haltestelle Eichat-Bettelwurfsiedlung, von hier bis zum Beginn des Halltals geht man ca. 5 Minuten.

Es besteht auch die Möglichkeit ab Hall, Absam oder dem Halltaleingang mit dem Taxi bis zur 2. Ladhütte zu fahren: Info siehe hier

Mit dem Pkw:

Auf der Inntalautobahn bis nach Hall (Ausfahrt Hall Mitte) und weiter nach Absam, hier über die Salzbergstraße der Beschilderung ins Halltal folgen. Am Talbeginn, vor der Schranke, befindet sich rechts der geräumige Bettelwurf-Parkplatz.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:10 Std
Ab München: 150 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 80 Km / 1:20 Std
Ab Salzburg: 175 Km / 1:50 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bettelwurfhütte-Parkplatz, 780m


Aufstieg:

Der Halltal-Shuttle-Service (Link siehe unter "Startpunkt") bringt uns bequem vom Parkplatz bei der Bettelwurfsiedlung hinauf nach St. Magdalena. Falls wir den Transfer nicht nutzen, gehen wir auf der Fahrstraße ein Stück bergauf Richtung Halltal. Nach kurzer Zeit passieren wir die ehemalige Mautstelle und kurz darauf ein kleines Kraftwerk. Bei diesem halten wir uns links und gelangen auf den “Fluchtsteig”. Dieser bringt uns, immer parallel zur Asphaltstraße, bis zum ehemaligen Kloster St. Magdalena. Von diesem gehen wir auf dem Weg nach rechts, also Nordosten (nicht geradeaus nach Westen) zurück auf die Fahrstraße. Hier befindet sich auch die Endstation des Shuttle-Service.

Wir halten uns links und gelangen nach ca. 180 Meter zu einer Brücke, die rechts über den Bach führt. Über diese Brücke gelangen wir auf den Hirschbadsteig. Der teils schmale Weg steigt nur mäßig an. er verläuft durch Gebüsch und Wald in 50 Minuten zum idyllischen Issanger, einem leicht bewaldeten, grünen Hochtal südlich der Speckkarspitze. Bei einer Wegekreuzung (Wegweiser Issjöchl 10 Min., Stempeljoch 2 ½ Std.) gehen wir geradeaus weiter Richtung Stempeljoch. Den Zeiten der Wegweiser darf man übrigens nicht trauen, sie weichen teilweise stark von der Realität ab. Am unteren Ende des Schotterfelds (“Stempelreisse”) verliert sich unser Weg. Hier wenden wir am besten nach links und steigen in 10 bis 15 Minuten zuerst am Rand des Latschengürtels über einen kaum erkennbaren Steig, später über Geröll direkt hinauf zu dem oben erkennbaren Weg, welcher von Osten (Herrenhäuser) nach Westen (Stempeljoch) verläuft. Auf diesem Weg steigen wir nun direkt auf das Stempeljoch zu. Im oberen Bereich wird das Gelände nach und nach steiler und unangenehmer. Im oberen Bereich sind einige stufenartige Befestigungen in den Weg angebracht, welche den Aufstieg über die steilen Kehren etwas erleichtern. Haben wir erst einmal das Stempeljoch erreicht, dann sind die größten Schwierigkeiten überstanden. Allerdings müssen jetzt wieder rund 300 Höhenmeter durch die Pfeis absteigen, im Vergleich zum Aufstieg zum Stempeljoch aber auf einem angenehmen Wanderweg. Wir folgen also dem Wegweiser zur Pfeishütte, nach wenigen Minuten müssen wir uns bei einer unbeschilderten Gabelung rechts halten. Die Pfeishütte erblicken wir erst eine knappe halbe Stunde nach dem Stempeljoch. Nach einer weitere Viertelstunde stehen wir dann endlich vor der Hütte.

Abstieg:

Der Rückweg erfolgt auf dem Aufstiegsweg bis zum Stempeljoch. Auch danach entsprechen die ersten Minuten dem Aufstieg, bis sich der Geröllweg aber bald gabelt. Hier folgen dem rechten, also oberen Weg, der uns jetzt in Richtung Törl bringt. Nach dem Geröllfeld geht es weiter durch Latschen, später durch dichtes Gebüsch und Wald. Bei einem Steilstück inmitten dichten Gebüsches teilt sich der Weg - hier steigen wir links bergab und stehen nach wenigen Minuten auf einer Forststraße. Wir biegen in diese rechts ein (links geht es zum Issjöchl) und wandern bergab zu den Herrenhäusern. Bei diesen handelt es sich um die ehemaligen Aufenthaltshäuser der Knappen des früheren Bergwerks. Nach weiteren 20 Minuten sind wir wieder bei St. Magdalena. Wenn wir es zeitlich noch schaffen, fahren wir mit dem Shuttle-Service hinab nach Absam. Ansonsten bleibt uns nichts anderes übrig, als auf der Asphaltstraße oder dem Fluchtsteig zum Parkplatz zurück zu gehen.


Literatur:

Wanderführer:Münchner Hausberge von 

Pause, Michael


Wanderführer:Karwendel von 

Demmel, Robert


Wanderführer:Wochenendtouren Bayerische Alpen von 

Baumann, Franziska und Sommer, Antje


Alpenvereinsjahrbuch:Berg 2016 von 

Alpenverein


Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Karwendel alpin von Klier, Walter

GPS-Daten:

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