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Speckkarspitze

»Mit Übernachtung im Halleranger«


Für diese Tour empfiehlt sich eine Übernachtung auf der Halleranger Alm, um die sehenswerten Orte aus der Umgebung in aller Ruhe zu besuchen. Dazu gehören z.B. die Isarquellen nahe der Halleranger Alm und das Überschalljoch, zu dem wir in einer knappen halben Stunde hinaufwandern können. Dort beginnt übrigens eines der wildesten Täler des Karwendel, das Vomper Loch. Aber auch die umliegenden Felsen und Nordabstürze von Lafatscher und Speckkarspitze sowie weitere Gipfel, die das Almgebiet umrunden, prägen das Gebiet. Neben dem Einblick in dieses gewaltige Kletterdorado können wir mit etwas Glück auch Steinadler beobachten, die über den Felswänden kreisen. Überhaupt lässt die Zweitagestour landschaftlich keine Wünsche offen.

Die Speckkarspitze von der Halleranger Alm aus gesehen kurz vor Sonnenuntergang.

Das Gipfelkreuz der Speckkarspitze. Dahinter der Bettelwurf und das Inntal. Der Pfeil zeigt die Position der Bettelwurfhütte.


Kurzinfo:

Region:Karwendel
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Speckkarspitze (2621 m)
Dauer (Stunden):1. Tag: Absam - Lafatscher Joch 2 - 2,5 Std., Lafatscher Joch - Halleranger Alm 1 Std.
2. Tag: Halleranger Alm - Speckkarspitze 2,5 - 3 Std., Speckkarspitze - Hall 3 Std.
insgesamt ca. 9,5 - 10 Std.
Bei Benutzung des Shuttle-Service zwischen Halltal und St. Magdalena im Auf- und Abstieg je ca. 1 Std. kürzer
Dauer (Tage):2
Kinder:für Kinder nicht geeignet (drahtseilgesicherte Kletterstellen)
Kinderwagen geeignet:Nein
Hunde:für Hunde nicht geeignet (drahtseilgesicherte Kletterstellen)
Touristinfo:Hall

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 2000 hm
Streckenlänge:ca. 20 km
Schwierigkeit:Weg: schwer
Asphaltierte Zubringerstraße bis zum ehemaligen Kloster St. Magdalena, danach angenehmer Berg- und Wiesenweg vor und nach dem Issanger, lediglich der Gipfelaufbau der Speckkarspitze erfordert leichte Kletterei mit Sicherungen im Schwiergkeitsgrad UIAA 1 bis 2.

Einkehrmöglichkeit:

Halleranger Alm:Anfang Juni bis Oktober, je nach Wetterlage, kein Ruhetag

Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken
Hallerangerhaus:Anfang Juni bis Mitte Oktober

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St. Magdalena (Jausenstation):Montag Ruhetag

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Startpunkt:

Bettelwurfhütte-Parkplatz, 780m


GPS-Wegpunkt:

N47 18.487 E11 31.132  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis zum Bahnhof Hall.
Von dort auf dem Fußweg zur Bushaltestelle Linie D „Patergraben“ (Kathreinstraße) Richtung Innsbruck, Ausstieg in Absam Haltestelle „Absam Dorf“, Umstieg an der gegenüberliegenden Straßeseite in Linie E Richtung Absam-Eichat, Ausstieg in Absam-Eichat Haltestelle „Bettelwurfsiedlung“. Von hier in wenigen Minuten Fußweg zum Parkplatz Eingang Halltal.

Regelmäßig fährt auch die Buslinie 8370 (Start in Innsbruck) vom Unteren Stadtplatz aus. Dieser befindet sich nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt. Ausstieg dann bei der Haltestelle Eichat-Bettelwurfsiedlung, von hier bis zum Beginn des Halltals geht man ca. 5 Minuten.

Es besteht auch die Möglichkeit ab Hall, Absam oder dem Halltaleingang mit dem Taxi bis zur 2. Ladhütte zu fahren: Info siehe hier

Mit dem Pkw:

Auf der Inntalautobahn bis nach Hall (Ausfahrt Hall Mitte) und weiter nach Absam, hier über die Salzbergstraße der Beschilderung ins Halltal folgen. Am Talbeginn, vor der Schranke, befindet sich rechts der geräumige Bettelwurf-Parkplatz.



Größere Kartenansicht


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:10 Std
Ab München: 150 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 80 Km / 1:20 Std
Ab Salzburg: 175 Km / 1:50 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Bettelwurfhütte-Parkplatz, 780m


1. Tag: Halltal - Halleranger

Der Halltal-Shuttle-Service (Link siehe "Startpunkt") bringt uns bequem vom Parkplatz bei der Bettelwurfsiedlung hinauf nach St. Magdalena. Falls wir den Transfer nicht nutzen, gehen wir auf der Fahrstraße ein Stück bergauf Richtung Halltal. Nach kurzer Zeit passieren wir die ehemalige Mautstelle und kurz darauf ein kleines Kraftwerk. Bei diesem halten wir uns links und gelangen auf den “Fluchtsteig”. Dieser bringt uns, immer parallel zum asphaltierten Wirtschaftsweg, bis zum ehemaligen Kloster St. Magdalena. Von diesem gehen wir auf dem Weg nach rechts, also Nordosten (nicht geradeaus nach Westen) zurück auf die Fahrstraße. Hier befindet sich auch die Endstation des Shuttle-Service. Dort halten wir uns links und erreichen nach ca. 180 Meter eine Brücke, die rechts über den Bach führt. Über diese Brücke gelangen wir auf den Hirschbadsteig.
Der teils schmale und manchmal feuchte Weg steigt nur mäßig an. Er verläuft durch Gebüsch und Wald in 50 Minuten zum idyllischen Issanger, einem leicht bewaldeten, blumenreichen Hochtal südlich der Speckkarspitze. Bei einer Wegekreuzung wenden wir uns nach rechts Richtung Halleranger Haus bzw. Lafatscher Joch. Der Kiesweg geht bald in einen breiten Weg über. Bei der Kohlstatt mündet von links der Wilde-Bande-Steig ein. Kurz darauf befinden wir uns am aussichtsreichen Lafatscher Joch (2081 m) mit dem Jochkreuz.
Von hier aus steigen wir auf dem Bergweg über Schotterhänge und ein Kar hinab in den Halleranger. Die eigentlichen Isarquellen befinden sich nur wenige Minuten hinter der Halleranger Alm und sind eine Besichtigung wert. Ebenfalls sollten wir uns den Besuch des Überschalljochs nicht entgehen lassen. Man erreicht es in einer halben Stunde, indem man hinter den Almgebäuden mäßig steil in östlicher Richtung dem Wirtschaftsweg folgt. Am Scheitelpunkt auf 1912 m beginnt zum Inntal hin das Vomper Loch, ein wildes, wenig erschlossenes Tal, welches die Gleirsch-Halltal-Kette und die Hinterautal-Vomper-Kette trennt.

2. Tag: Halleranger – Speckkarspitze – Absam

Am nächsten Morgen starten wir den Weg des Vortages zurück in Richtung Lafatscher Joch. Einige Minuten, bevor wir dieses erreichen, zeigt ein Wegweiser nach links zur Speckkarspitze. In diesen Weg biegen wir ein und steigen erst einmal in mehreren auf dem begrünten Rücken in Serpentinen empor. Nach Überschreitung des Nordwestkamms wird es teilweise sehr luftig und brüchig, an den steilsten Stellen und durch einen Kamin helfen uns Eisenklammern. Vom Gipfelkreuz aus steigen wir dann über den teilweise schwach markierten und manchmal ausgesetzten Bergpfad hinunter zum Lafatscher Joch, und von hier aus auf dem bekannten Weg zum Issanger. Da wir uns noch die Herrenhäuser ansehen wollen, verzichten wir auf den Hirschbadsteig und wandern bei einem Wegweiser kurz bergauf in Richtung Issjöchl (1668 m). Von diesem aus steigen wir wieder bergab zu den inzwischen verlassenen Herrenhäusern (1482 m), die früher, als hier noch Bergbau betreiben wurde, den Arbeitern als Unterkunft diente. 20 Minuten später erreichen wir St. Magdalena. Über den Aufstiegsweg gelangen wir schließlich entweder über den Fluchtsteig oder bequemer mit dem Halltal-Taxi zurück zum Absamer Wanderparkplatz.


Literatur:

Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Karwendel alpin von Klier, Walter
Wanderführer:Karwendel von 

Demmel, Robert


Wanderführer:Münchner Hausberge von 

Pause, Michael


Wanderführer:Rund um Innsbruck von Klier, Walter
Führer:Tiroler Wanderberge - 50 Touren zwischen Silvretta und Kaiser von 

Garnweidner, Siegfried


Karte:Alpenvereinskarte 5/2 von 

Alpenverein



GPS-Daten:

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 Autor: Reinhard Rolle